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Zeichnung der "Nobben-Villa", um 1910

Gemeinde Bielefeld-Sieker (später Bielefeld-Ost)

 

   

Gemeindedaten

  • Bezirk: Bielefeld
  • Gemeindegründung: 1910
  • Taubenstraße 14, 33607 Bielefeld-Sieker (zweite Kirche)
  • Kirchweihe: 25. Oktober 1969 durch Stammapostel Walter Schmidt
  • Weihewort: "Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichen Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum." (1. Petrus 2, 5)
  • Taubenstraße 14, 33607 Bielefeld-Sieker (erste Kirche), Kirchweihe: unbekannt
  • Taubenstraße, Bielefeld-Sieker, Kirchweihe: ca. 1924
  • Schlangenstraße (bei Familie Krüger), Sieker, Kirchweihe: 1913
  • Nobben-Villa, Sieker, Kirchweihe: 1910
  • Fusion mit der Gemeinde Bielefeld-Stieghorst zur Gemeinde Bielefeld-Ost am Standort Bielefeld-Sieker: 9. Dezember 2009

 

 

Die Gemeinde Sieker ging aus der Gemeinde Bielefeld-Mitte hervor. Die ersten Gottesdienste fanden in der sogenannten "Nobben-Villa" statt, einem armseligen angemietetem Zieglerkotten, der mit kärglichen Mitteln notdürftig hergerichtet wurde.

Durch Zuwachs an Gemeindemitgliedern wurde es schon 1913 notwendig, eine neue Versammlungstätte zu finden. Die Familie Krüger stellte in ihrem Haus in der Schlangenstraße entsprechend geeignete Räume zur Verfügung. Bald darauf wurde auch ein gemischter Chor ins Leben gerufen.

Der erste Vorsteher der Gemeinde war Priester August Ober. Er diente der Gemeinde bis zum Jahr 1924.

1924 reichten die Räumlichkeiten im Haus der Familie Krüger nicht mehr aus, um die stark gewachsene Gemeinde aufzunehmen. So wurde auf dem Grundstück der Familie Hartmann in der Taubenstrasse eine Kirche errichtet. Erwähnt sei auch noch, dass bis zum Jahr 1935 die Mitglieder der Nachbargemeinde Stieghorst sonntags an den Vormittagsgottesdiensten teilnahmen.

Bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1944 war ab 1925 der Priester August Hartmann als Vorsteher der Gemeinde tätig.

In den Jahren 1944-1946 war der Evangelist Karl Krull aus der Gemeinde Kammerratsheide als Vorsteher tätig.

1946 wurde der Priester Eugen Rodekamp als Vorsteher der Gemeinde beauftragt. Unter ihm wuchs die Gemeinde weiter. In der Kirche wurden vorhandene Nebenräume beseitigt, um mehr Sitzplätze zu gewinnen. In den letzten Jahren des Wirkens von Priester Eugen Rodekamp entstanden Pläne für einen Erweiterungsbau. Diese wurden jedoch nie verwirklicht. Am 24. März 1963 trat Priester Eugen Rodekamp in den Ruhestand.

Besonders erwähnenswert sind die musikalischen Aktivitäten zwischen 1955 und 1966. Die Deutsche Grammophon Gesellschaft erstellte in jenen Jahren mit dem Chor der Gemeinde fast 100 Schallplattenaufnahmen, deren gesangliche Güte und Innigkeit noch heute zu bewundern sind.

Im Jahr 2009 wiederveröffentlichte der Bischoff Verlag einige Aufnahmen aus dieser Zeit auf einer CD.

Durch Apostel Wilhelm Knaupmeier wurde 1963 der Priester Heinz Breipohl als Vorsteher beauftragt und empfing gleichzeitig das Evangelistenamt. Über viele Jahre nahm er seine umfangreichen Aufgaben als Vorsteher und Evangelist war, bis er am 28. Januar 1979 durch den Apostel Hermann Engelauf in den Ruhestand versetzt wurde.

Unter dem Vorsteher Heinz Breipohl wurde der Plan, das Kirchengebäude umzubauen, erneut aufgegriffen. Nach eingehenden Überlegungen und einer Ortsbesichtigung entschied der damalige Stammapostel Walter Schmidt jedoch, dass die alte Kirche abgerissen und eine neue Kirche, die den Belangen der Gemeinde entsprach, errichtet werden sollte. Die Abbruch- und Bauarbeiten wurden im Frühjahr 1968 begonnen, im Herbst 1969 wurde die neue Kirche dann fertiggestellt. In einem Festgottesdienst am 26. Oktober 1969 weihte Stammapostel Walter Schmidt das Gotteshaus. Er verwendete dazu das Wort aus 1. Petrus 2, 5: "Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichen Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum." Die Zeitschrift "Unsere Familie" berichtete in ihrer Ausgabe vom 20. Januar 1970 ausführlich von diesem Ereignis. Die Kirche bot damals mit Nebenräumen circa 550 Gottesdienstteilnehmern Platz, sodass zu besonderen Gottesdiensten meist noch zwei kleinere Gemeinden eingeladen wurden.

Im gleichen Gottesdienst, in dem Evangelist Heinz Breipohl in den Ruhestand versetzt wurde, setzte Apostel Hermann Engelauf den Priester Horst Mülot als Vorsteher der Gemeinde ein. In dieser Funktion diente Priester Horst Mülot bis zum 17. Mai 1992. An diesem Tag versetzte ihn Apostel Reinhold Skielka nach mehr als 43 Jahren Amtstätigkeit in den Ruhestand.

In dem Gottesdienst, in dem Priester Horst Mülot in den Ruhestand versetzt wurde, ordinierte Apostel Reinhold Skielka den Priester Burkhart Simon zum Evangelisten und beauftragte ihn als Vorsteher für die Gemeinde Bielefeld-Sieker. Am 12. September 1993 empfing er durch Bezirksapostel Horst Ehlebracht das Bezirksevangelistenamt. Die vielfältigen Bezirksaufgaben machten es erforderlich, ihn im November 1994 von der Vorsteheraufgabe zu befreien.

Apostel Reinhold Skielka beauftragte in einem Gottesdienst am 23. November 1994 den Priester Gerhard Flick mit der Leitung der Gemeinde und ordinierte ihn zum Evangelisten. In diesem Amt und dieser Funktion diente Evangelist Gerhard Flick bis zum 10. Juli 2005. An diesem Tag wurde er von Apostel Günter Wiktor nach 35 Jahren Amtstätigkeit in den Ruhestand versetzt.

Im Jahre 1996/97 fand eine umfangreiche Renovierung der Kirche statt. Durch entsprechende Umbauten konnte das Ämterzimmer vergrößert, eine kleine Küche im ehemaligen Jugendraum eingerichtet und ein zusätzlicher Raum geschaffen werden. Durch eine großzügigere Aufstellung der Bänke hat die Kirche mit Empore nunmehr maximal 350 Sitzplätze. Während der Renovierung nahm die Gemeinde an den Gottesdiensten in der Kirche Bielefeld-Mitte teil. Weiterhin wurden für behinderte und ältere Gottesdienstbesucher 1998 ein treppenfreier Zugang und im Jahr 2003 eine Behindertentoilette geschaffen.

Einen schönen Höhepunkt erlebte die Gemeinde BielefeldSieker am Samstag, dem 19. Juli 2003, in einem Konzert mit Bezirksapostel Wilhelm Leber und vielen Aposteln und Bischöfen aus seinen Arbeitsbereichen Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland. Unter dem Motto „Afrika-Konzert“ diente es der Einstimmung auf einen Festgottesdienst in der Oetkerhalle am 20. Juli 2003.

Die Mitwirkenden des Konzertes waren der Angolaner-Chor aus Berlin, der Afrika-Chor aus Bielefeld und der Fremdsprachenchor der Bezirke Bielefeld und Quelle.

Als Nachfolger von Evangelist Gerhard Flick wurde im Gottesdienst am 10. Juli 2005 der Priester Dieter Schelp von Apostel Günter Wiktor als neuer Vorsteher für die Gemeinde eingesetzt. Diese Funktion übte er bis zum 9. Dezember 2009 aus.

Als Nachfolger von Priester Dieter Schelp wurde im Fusionsgottesdienst der Gemeinden Bielefeld-Sieker und Bielefeld-Stieghorst am 9. Dezember 2009 der Evangelist Wolfgang Bruder von Apostel Walter Hans Joachim Schorr als Vorsteher der neu entstandenen Gemeinde Bielefeld-Ost eingesetzt. Diese Funktion übter bis zum 12. Februar 2012 aus.

Zeichnung der "Nobben-Villa", um 1910

1. Januar 1910

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  • Bielefeld Sieker Chronik 2003
  • Bielefeld Sieker Chronik 1910 2003
  • Bielefeld Sieker Afrika Konzert 19
 
 
Versammlungsstätte "Schlangenstraße", ca. 1913
Die Kirche "Taubenstraße" in den 1950er-Jahren
Die Kirche "Taubenstraße" in den 1950er-Jahren
Die Kirche "Taubenstraße" in den 1950er-Jahren
Die Kirche "Taubenstraße" am 26. Oktober 1969
Die Kirche "Taubenstraße" am 26. Oktober 1969
Die Kirche "Taubenstraße" in den frühen 1980er-Jahren
Die Kirche "Taubenstraße" in den frühen 1980er-Jahren
Die Kirche "Taubenstraße" in den späten 1980er-Jahren
Die Kirche "Taubenstraße" am 26. Oktober 1969
Die Kirche "Taubenstraße" im November 2008
Die Kirche "Taubenstraße" im November 2008
Die Kirche "Taubenstraße" im November 2008
Die Kirche "Taubenstraße" im November 2008
Die Kirche "Taubenstraße" im November 2008
 

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