Gemeindedaten
- Bezirk: Bielefeld
- Gemeindegründung: 25. Dezember 1919
- Detmolder Straße/Ecke Danziger Straße, 33617 Bielefeld-Stieghorst
- Kirchweihe: 19. Dezember 1982 durch: Bezirksapostel Hermann Engelauf
- Weihewort: "Einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus." (1. Korinther 3, 11)
- Flensburger Straße, Bielefeld-Stieghorst
- Kirchweihe: 1935
- Schule Hillegossen, Stieghorst
- Kirchweihe: 1919
- Hillegossen 3 (heute: Detmolder Straße 566), Stieghorst
- Kirchweihe: 1917
- Ausgliederung der Gemeinde Bielefeld-Ubbedissen und Oerlinghausen: nach 1931
- Fusion mit der Gemeinde Bielefeld-Sieker zur Gemeinde Bielefeld-Ost am Standort Bielefeld-Sieker: 9. Dezember 2009
- Die ehemalige Kirche wurde bis zum Verkauf als Jugendbegegnungsstätte der Neuapostolischen Kirche benutzt.
- Gemeindestatus: geschlossen
Kurzchronik
Die ersten Gottesdienste fanden in der Wohnung der Eheleute Breipohl im Haus Hillegossen Nr.3 (heute Detmolder Straße 566) statt. Gehalten wurden sie von Priester Schärtlein aus der Gemeinde Bielefeld-Mitte.
Nachdem immer mehr Menschen die Gottesdienste in der Wohnung von Breipohls besuchten, reichte der Platz dort nicht mehr aus und es wurde ein Klassenzimmer in der Hillegosser Schule gemietet. Am 25. Dezember 1919 wurde die Gemeinde Stieghorst offiziell gegründet. Die Gemeinde wuchs weiter und schon bald fanden die Gottesdienste mittwochs abends in der Stieghorster Schule statt, da die meisten Gemeindemitglieder inzwischen aus Stieghorst kamen. Sonntags wurden die Gottesdienste in der Gemeinde Sieker besucht.
Ab 1931 entstanden weitere Gemeinden in Ubbedissen und Oerlinghausen unter der Leitung von Priester Niggemann. Im 14-tägigen Wechsel fanden dort Gottesdienste statt, die von dem gemischten Chor der Gemeinde Stieghorst unterstützt wurden.
Der erste Vorsteher der Gemeinde war der "Gründungsvater" Heinrich Breipohl. Im Priesteramt stand er der Gemeinde von 1921 bis 1947 vor.
Nachdem aufgrund der weiter wachsenden Gemeinde der Platz in der Stieghorster Schule nicht mehr ausreichte, wurde 1934 mit dem Bau eines eigenen Kirchengebäudes in der Flensburger Strasse begonnen. Alle Gemeindemitglieder waren daran beteiligt und gaben ihr Bestes. Ein Jahr später konnte die Kirche bezogen werden. Sie sollte der Gemeinde bis ins Jahr 1982 für ihre Zusammenkünfte dienen.
Am 31. März 1947 wurde Vorsteher Priester Breipohl von Bezirksapostel Walter Schmidt in den Ruhestand gesetzt und Priester Gustav Frodermann als sein Nachfolger beauftragt. Priester Gustav Frodermann sollte bis ins Jahr 1970 als Vorsteher der Gemeinde dienen.
Unter der Bauaufsicht von Gemeindemitglied Fritz Büker wurde die Kirche in den Jahren 1948-1949 in Eigenleistung abends und samstags unterkellert und die Sängerempore ausgebaut. Gemeindemitglied Karl Bentrup, von Beruf Maler, versah den Kellerraum mit einem farbigen Emblem und Bezirksapostel Walter Schmidt weihte die neuen Räume.
Am 15. November 1970 setzte Bezirksapostel Emil Schiwy den langjährigen Vorsteher Frodermann in der Gemeinde Bielefeld-Gellershagen in den wohlverdienten Ruhestand. Priester Wilhelm Siggemann wurde sein Nachfolger.
In die Amtszeit von Priester Siggemann fiel die Planung einer neuen, größeren Kirche. Ein geeignetes Grundstück sollte gefunden werden. Das Ämterzimmer war zu klein, für den Chor die Empore zu eng, die Sänger konnten wegen des Zeppelindachs nicht alle aufrecht stehen, es fehlten Nebenräume für Mütter und Kinder. Die Mütter warteten, bis die Priester das Ämterzimmer verlassen hatten, und konnten den Gottesdienst dann nur über Lautsprecher verfolgen.
Im Juni 1981 wurde Priester Siggemann von Apostel Reinhold Skielka in den Ruhestand verabschiedet und Priester Horst Simon sein Nachfolger. Der Kirchenneubau in der Danziger Straße gehörte nun unter anderem zu den neuen Aufgaben des Vorstehers.
Am 19. Dezember 1982 weihte Bezirksapostel Hermann Engelauf das voll besetzte Gotteshaus an der Danziger Straße 2 mit dem Bibelwort aus 1. Korinther 3, 11: „Einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“
Der Umzug in die neue Kirche war phantastisch für die Gemeindemitglieder aus Bielefeld-Stieghorst. Es gab einen Mutter-Kind-Raum, vom Kirchensaal getrennt durch eine Glasscheibe, wo der Gottesdienst sehend und hörend verfolgt werden konnte, einen Mehrzweckraum für Jugend, Senioren und Unterrichte, ein Ämterzimmer mit genügend Plätzen und das alles barrierefrei, einschließlich der Toilette. Besonderes Kennzeichen des Kirchengebäudes wurde ein kleiner Turmaufbau auf dem Dach, den die Behörde der Stadt Bielefeld gefordert hatte. Das solide gebaute Gebäude bot 320 Sitzplätze, die Eichenholzdecke trug zu einem warmen Klima bei.
Überraschend wurde Horst Simon im November 1989 als Bischof für den Bezirk ordiniert. Sein Nachfolger als Vorsteher der Gemeinde wurde der Bezirksälteste Wilhelm Buschkamp.
Als Nachfolger für den Bezirksältesten Wilhelm Buschkamp wurde im Jahr 1990 Priester Peter Darkow zum Vorsteher der Gemeinde beauftragt. Er machte sich besonders in der Seelsorge von Kranken und Sterbenden sowie behinderten Menschen verdient.
Am Donnerstag, 12. August 1999 besuchte Apostel Günter Wiktor die Gemeinde und verabschiedete Priester Peter Darkow aufgrund seines Umzugs in die Gemeinde Bielefeld-Schildesche. Als Nachfolger beauftragte er den Bezirksevangelisten Burkhart Simon als Vorsteher für Bielefeld-Stieghorst.
Am Sonntag, 9. Februar 2003, beauftragte Apostel Günter Wiktor Priester Wolfgang Bruder aus der Gemeinde Bielefeld-Sieker als neuen Vorsteher für Stieghorst und dankte Burkhart Simon für seine mehrjährige Doppelfunktion als Vorsteher und Bezirksevangelist. 2004 wurde Wolfgang Bruder zum Evangelisten ordiniert.
Am 9. Dezember 2009 wurden die Gemeinden Bielefeld-Stieghorst und Bielefeld-Sieker in einem besonderen Gottesdienst zur Gemeinde Bielefeld-Ost fusioniert. Apostel Walter Hans Joachim Schorr beauftragte den Evangelisten Wolfgang Bruder als Vorsteher für die neu entstandene Gemeinde. Diese Funktion übte er bis zum 12. Februar 2012 aus.
Die Versammlungsstätte "Hillegossen", ca. 1917
25. Dezember 1919
Text:
Alfred Krempf
Fotos:
Alfred Krempf
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