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O. Güttinger

Otto Güttinger (N0073)

 

* Apostel von 1941 bis 1954

 

Lebendaten

  • geboren am 10. Januar 1907 in Schaffhausen, Schweiz
  • gestorben am 5. Juli 1960 (53)

 

Amtstätigkeit

  • 1929: Unterdiakon (21/22)
  • 1929: Diakon (21/22)
  • 1931: Priester (23/24)
  • 1936: Bezirksevangelist (28/29)
  • 1939: Bischof durch Stammapostel Johann Gottfried Bischoff (31/32)
  • 7. Dezember 1941: Apostel durch Bezirksapostel Ernst Güttinger (34)
  • 10. Juni 1954: Amtsenthebung durch Stammapostel Johann Gottfried Bischoff (47)
  • 15. Juli 1954: Ausschluss aus der Neuapostolischen Kirche durch Stammapostel Johann Gottfried Bischoff (47)
  • 15. Juli 1954: Apostel in der "Apostolischen Gemeinde" (47)

 

Arbeitsbereich

  • Andorra, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Saarland, San Marino, Schweiz und Spanien

 

Zuständige(r) Bezirksapostel

  • Ernst Güttinger (1941 bis 1951)
  • Ernst Eschmann (1951 bis 1953)
  • Ernst Streckeisen (1953 bis 1954)

 

Aus seinem Leben

(Mit freundlicher Genehmigung des Bischoff Verlages. Entnommen aus der Loseblattsammlung „Apostel der Endzeit“. © Verlag Friedrich Bischoff GmbH, Neu-Isenburg)

"Am 10. Januar 1907 wurde ich in Schaffhausen/Schweiz, wo mein Vater Vorsteher der neuapostolischen Gemeinde war, als viertes Kind meiner Eltern geboren. Daheim wurde das Gebetsleben fleißig gepflegt. Die Liebe zu Gott und seinem Werk erweckten die Eltern in uns durch Wort und Beispiel. Das Vertrauen zu den Boten des Herrn förderte die Mutter in feinster Art. Jeder Amtsträger war uns eine Gottesgabe.

Nach der Schulzeit begann ich eine Lehre als Schriftsetzer. Berufsbedingt zog ich 1928 nach Basel, wo ich eine gute Stelle gefunden hatte. Seit dem 16. Lebensjahr betätigte ich mich im Weinberg des Herrn. [...]

Der Stammapostel Bischoff vertraute mir im Jahr 1939 das Bischofsamt an, und am 7. Dezember 1941 wurde ich in seinem Auftrag durch meinen Vater, dem Bezirksapostel Güttinger, zum Apostel eingesetzt.

1949 lud mich der Stammapostelhelfer Schlaphoff nach Südafrika ein, wo es mir vergönnt war, auch Aposteln aus Nordamerika, Südamerika, Australien und Südafrika sowie Zehntausenden Glaubensgeschwistern jenes Erdteils zu begegnen. Es erfüllt sich, daß aus allen Völkern und Sprachen und Heiden die Auserwählten gesammelt werden vor dem Gnadenstuhl Christi, um würdig gemacht zu werden, dem zu entfliehen, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. Mit dem Stammapostel verbunden, bereiten alle treuen Apostel des Sohnes Gottes die Anvertrauten für dieses große Ereignis, das uns bevorsteht."

 

Am 5. August 1951 wurde sein Vater, Bezirksapostel E. Güttinger, gegen dessen Wunsch von Stammapostel J. G. Bischoff in Frankfurt am Main in den Ruhestand versetzt, da dieser den Stammapostel vermehrt kritisiert hat und 1948 den Vorschlag machte, den Hauptsitz der Neuapostolischen Kirche in die neutrale Schweiz zu verlegen. Ebenso trat er für eine Begrenzung der Amtszeit des Stammapostels sowie für ein demokratisches Rotationsprinzip bei gleichzeitiger Aufwertung des "normalen" Apostelamtes ein. Ein Streit in den apostolischen Gemeinden des Saarlandes trug ebenfalls hierzu bei.
Bischof E. Eschmann wurde als Nachfolger des Bezirksapostels ordiniert. Als dieser 1953 verstarb, wurde Apostel E. Streckeisen dessen Nachfolger. Dieser sowie die Mitapostel J. Baur und H. Hänni haben O. Güttinger ab 1954 mehrfach gebeten, aufgrund seiner Kritik an der sogenannten Botschaft des Stammapostels J. G. Bischoff, sein Amt niederzulegen, was er jedoch nicht tat. Daraufhin erfolgte die Suspension.

Gemeinsam mit seinem Vater gründete er daraufhin die "Apostolische Gemeinde" mit ca. 1.000 Anhängern. Dies führte wiederum zum Ausschluss aus der Neuapostolischen Kirche. Aufgrund eines verlorenen Namensstreites musste die Gemeinschaft 1957 in "Vereinigung Apostolischer Christen" (VAC) umbenannt werden.

Schon 1956 gründeten E. und O. Güttinger zusammen mit den Aposteln des "Reformiert-Apostolischen Gemeindebundes", der "Gemeente van Apostolische Christenen" (welche damals noch "Apostolische Geloofsgemeenschap" hieß), der "Apostolic Church of Queensland", der "Apostolic Church of South-Africa - Apostle Unity" sowie der "Apostolischen Gemeinschaft" die "Vereinigung der Apostel der Apostolischen Gemeinden."

Die Trauerfeier führte Apostel P. Kuhlen am 8. Juli 1960 in Zofingen durch und verwendete dabei das Wort aus Markus 8, 34.35: "Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir will nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben will behalten, der wird's verlieren; und wer sein Leben verlieret um meinet- und des Evangeliums willen, der wird's behalten."

 

Aus seiner Feder (Auszug)

  • Erinnerungen aus meinem Leben (aus dem Kalender "Unsere Familie" 1951)

O. Güttinger

7. Dezember 1941

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  • Ernst Güttinger - Aufstieg und Ausstieg (von "nac.today")
Bezirksapostel E. Güttinger (M.) mit Tocher (l.) und Sohn Bischof O. Güttinger im Frühsommer 1939 in Dortmund
O. Güttinger
Zeitstrahl über das Leben O. Güttingers anhand der uns vorliegenden Informationen
 

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