Findbücher des Zentralarchivs

Findbücher, im 19. Jahrhundert auch als Landkarten der Archive bezeichnet, stellen die Verbindung zwischen der Ebene der Bestände eines Archivs und der Ebene der einzelnen Aktenstücke dar. Mit Hilfe eines Findbuches ist es möglich, innerhalb eines Bestandes die für die eigene Fragestellung relevanten Archivalien zu ermitteln. Anders als in Bibliotheken, die Zugang über alphabetische Kataloge, häufig auch sachthematisch geordnet, ermöglichen, wird in einem Findbuch die Struktur eines Bestandes abgebildet. Die Gliederung des Findbuchs ermöglicht Rückschlüsse auf den Entstehungszusammenhang und die Strukturen, in denen die Akten entstanden sind. Man muss sich daher immer fragen, wer innerhalb eines Verwaltungsbereichs, in dessen Kontext die von ihm gesuchte Information gehört, zuständig war.