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Die Kirche "Vor dem Berge" in den 1980er-Jahren

Gemeinde Eschwege

 

Gemeindedaten

  • Bezirk: Hersfeld-Lauterbach, vorher Bad Hersfeld
  • Gemeindegründung: 1921
  • Kirchweihe: September 1954, Vor dem Berge 4, 37269 Eschwege
  • Gemeindestatus: aktiv

 

 

Geschichte der Gemeinde Eschwege

Schon vor dem Ersten Weltkrieg waren Kasseler Amtsträger und Geschwister bemüht, in Eschwege eine „offene Tür“ für Gottes Werk zu finden.

1920 konnte Priester Tromp Frau Katharina Pempel von der Echtheit des Gotteswerkes überzeugen. Frau Pempel ging freudig zu ihrer Bekannten, Frau Marie Schilbe, um sie für die Gottesdienste einzuladen. Diese fanden seit Ostern 1918 im Hause der Geschwister Krause, in dem etwa 12km entfernten Bischhausen statt.

Frau Pempel wurde im Juli 1920, ihr Ehemann, Herr und Frau Schilbe mit Tochter Gerda, im September 1920 aufgenommen. Dieser kleinen Schar schloss sich noch Frau Weinläder an. Die ersten Gottesdienste in Eschwege fanden im Haus der Geschwister Pempel, Neustadt 25, statt. Trotz mancher Kämpfe ließen sich die wenigen Gläubigen nicht entmutigen. Der Kreis der Gotteskinder nahm ständig zu. Die weiteren Zusammenkünfte fanden in der Wohnung der Geschwister Schilbe, Bei der Marktkirche 6 statt, bis in der Schildgasse 8 ein größerer Raum angemietet werden konnte.

Die Schwestern Pempel, Schilbe und Weinläder empfingen nach ihrer Heiligen Versiegelung je die Gabe der Weissagung, der Gesichte und der Lobgesänge. Nachdem 1920 die ersten vier und 1921 weitere 14 Gläubige versiegelt wurden, verlegte auf das Wort des damaligen Stammapostelhelfers Johann Gottfried Bischoff, Priester Tromp seinen Wohnsitz nach Eschwege und diente der kleinen Gemeinde als erster Vorsteher.

Durch das weitere Anwachsen der Gemeinde wurde der Raum in der Schildgasse zu klein und es konnte ein größerer Raum in der Schillerstaße 8a gemietet werden, in dem die Geschwister bis September 1954 ein neues zuhause fanden. Beim Umzug am 1. Januar 1926 zählte die Gemeinde bereits über 70 Geschwister.

Nach dem Heimgang des Priesters Tromp wurde Priester Paul Schilbe zum Vorsteher der Gemeinde gesetzt. Er wirkte bis zum Jahre 1933 segensreich und erhielt nun den Auftrag als Vorsteher der Gemeinde Bischhausen und danach der Gemeinde Sontra zu dienen.

Es wurde Priester Hermann Axt Vorsteher. Er führte die Gemeinde bis zum Jahre 1948 durch die Gefahren der damaligen Zeit und hat insbesondere im Zweiten Weltkrieg als einziger Amtsträger der Gemeinde viele Opfer gebracht.

Am 15. August 1948 empfing Diakon Richard Tromp das Priesteramt und wurde gleichzeitig zum Vorsteher der Gemeinde gesetzt, in der er bis März 1953 tätig war. Am 11. November 1951 empfing er das Bezirksevangelistenamt und bekam zusätzlich in unserem Bezirk Kassel einen neuen Wirkungskreis. Hier wurde er am 24. Juni 1953 zum Bezirksältesten ordiniert und erhielt den Auftrag, den Bezirk Trier zu betreuen.

Am 25. März 1953 wurde Priester Willi Pempel als Vorsteher der Gemeinde beauftragt. Am 29. Dezember 1954 empfing er das Amt des Gemeindeevangelisten und am 23. September 1956 das Hirtenamt. In diesem Amt diente er, bis er am 15. November 1987 von Bezirksapostel Klaus Saur in den wohlverdienten Ruhestand versetzt wurde.

In diesem Gottesdienst empfing der Vorsteher der Gemeinde Waldkappel-Bischhausen, Priester Manfred Beck das Amt des Gemeindeevangelisten und wurde zusätzlich zum Vorsteher der Gemeinde Eschwege beauftragt. Fast ein Jahr betreute er beide Gemeinden. Am 21. Mai 1989 empfing er von Bezirksapostel Klaus Saur das Hirtenamt und am 03. Juli 1996 von Bezirksapostel Hagen Arthur Berhold Wend das Bezirksevangelistenamt. Zur Pflege der über 320 Geschwister standen ihm 11 Priester, 12 Diakone und 1 Unterdiakon zur Seite.

Am 14. November 1999 empfing Priester Klaus-Peter Hugo von Bezirksapostel Hagen Arthur Berthold Wend das Gemeindeevangelistenamt und wurde beauftragt, der Gemeinde als Vorsteher zu dienen.

Am 1. Januar 2012 zählte die Gemeinde 223 Geschwister. Sie wurden von einem Gemeindeevangelisten, acht Priestern und elf Diakonen betreut.

Nachdem in den Jahren 1922 bis 1939 ein Gesangchor und von 1936 bis 1939 ein Streichorchester bestanden hat, fand 1945 die Neugründung des gemischten Chores statt. Ab März 1949 wurde ein Posaunenchor aufgebaut. Bis heute (stand 2012) sind beide Chöre im Einsatz und haben in den Gottesdiensten und anderen Einsätzen (in Altenheimen, bei Ständchen) viel Freude und Segen gewirkt. Ein Männerchor, Kinderchor und Flötenchor erfreuen zusätzlich die Brüder und Geschwister.

Seit dem 29. Dezember 1954 zählte die Gemeinde zu dem an diesem Tag neu gegründeten Bezirk Bad Hersfeld, welcher unter der Leitung des Bezirksältesten Karl Isenberg stand. Als dieser im November 1966 in den Ruhestand trat, übernahm der damalige Bezirksälteste Rudolf Schilling den Bezirk. Seit 1973 wurde er von Bezirksältesten Hans-Joachim Flöß und danach von Bezirksältesten Heinz Helmut Werner geleitet. Als dieser das Amt eines Bischofs am 26. Januar 2003 empfing, wurde am 28. September 2003 Hirte Reiner Imhof in das Bezirksältestenamt gesetzt und erhielt den Auftrag den Bezirk als Bezirksvorsteher zu leiten.

Im März 1954 konnte nach längeren Verhandlungen mit maßgeblichen Juden die ehemalige Eschweger Synagoge käuflich erworben werden. Sie wurde von den Brüdern und einigen Facharbeitern zu einer würdigen Versammlungsstätte, die etwa 400 Personen Platz bietet, hergerichtet. Am 1. Januar 1965 wurden 22 Geschwister nach der inzwischen gegründeten Gemeinde Bad Sooden-Allendorf überwiesen.

Bezirksapostel Klaus Saur genehmigte 1984 den Umbau und die vollständige Renovierung der Kirche. Nach neunmonatiger Umbauzeit konnte diese anlässlich eines Festgottesdienstes von ihm wieder seiner Bestimmung übergeben werden.

Es wurde erforderlich, dass in den Jahren 2013/14 das Kirchengebäude erneut den heutigen Ansprüchen und Vorschriften renoviert werden musste. Es wurden unter anderem die aktuellen Brandschutzauflagen umgesetzt, die Treppe zur Empore in den Innenraum verlegt, alle Sanitäranlagen erneuert und eine Küchenzeile installiert. Der Haupteingang wurde von hinten an die vordere Seite verlegt. Technik, Beleuchtung und Bodenbeläge wurden außerdem auf den neuesten Stand gebracht. Der Zugang ist barrierefrei und eine Behinderten-Toilette wurde neben den zwei vorhandenen, ebenfalls eingebaut. Eine Infrarotanlage macht es möglich, dass auch Menschen, die nicht mehr gut hören können, den Worten im Gottesdienst gut zu folgen.

Im Jahr 2016 hatte die Gemeinde gut 200 Mitglieder und wurde von 17 Amtsträgern betreut. Der Rückgang der Mitglieder ist überwiegend durch berufsbedingten Umzug in andere Gemeinden begründet.

Die Kirche "Vor dem Berge" in den 1980er-Jahren

1. Januar 1921

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  • 23. November 2014 - Wiederbezug des Kirchengebäudes in Eschwege (von "nak-zentralarchiv.de")
  • Eschwege Kurzchronik
 
 
Die Kirche "Vor dem Berge" in den 1980er-Jahren
Die Kirche "Vor dem Berge" nach 2014
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