Westdeutschland/Dortmund. Die Neuapostolische Kirche Westdeutschland hat das vergangene Jahr mit einem positiven Ergebnis von 1,9 Millionen Euro abgeschlossen. Details zu den Finanzzahlen sind im Jahresbericht zu finden. Die Broschüre steht zum Download zur Verfügung und liegt in Kürze gedruckt in den Gemeinden aus.
Auszug aus dem Jahresbericht
"Das Jahr 2023 stand im Zeichen starker Bautätigkeit der Kirche", beginnt Bezirksapostel Stefan Pöschel, Leiter der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland, sein Vorwort im Jahresbericht 2023. In der Pandemie seien viele Projekte liegengeblieben und ab 2021 wieder aufgenommen worden. "So konnte im vergangenen Jahr ein Neubauprojekt fertiggestellt werden, zwei weitere sind noch im Bau."
Trotz der hohen Ausgaben erreichte die Neuapostolische Kirche Westdeutschland auch 2023 ein positives Jahresergebnis. "Das freut mich und stimmt mich dankbar – insbesondere vor dem Hintergrund der immer noch starken Opferbereitschaft vieler Mitglieder, die die Arbeit der Kirche mit ihren Spenden unterstützen", so der Bezirksapostel weiter.
Generationenwechsel und Frauenordination
Kirchlich geprägt war 2023 durch einen Generationenwechsel im Kreis der Apostel der Gebietskirche Westdeutschland. Im Verlauf des Jahres wurden mit Carsten Denker, René Follmann und Gerd Kisselbach drei neue Apostel ordiniert, teils als Nachfolger für Ruheständler, aber auch zur Verstärkung
der seelsorgerischen Betreuung der Gemeinden.
"2023 war auch das Jahr der Einführung der Frauenordination in unserer Kirche", erinnert Bezirksapostel Pöschel im Vorwort. Für ihn ein wichtiger Schritt, "der zu Beginn hier und da noch von Skepsis begleitet wurde." Inzwischen, so sein Eindruck, gehörten die ordinierten Schwestern fest in das Bild vieler Gemeinden. "Darüber freue ich mich und danke unseren Diakoninnen und Priesterinnen sehr für ihre Bereitschaft, Jesus Christus und ihrer Gemeinde zu dienen."
Einnahmen und Ausgaben 2023
Die Zuwendungen aus dem Opfer (24,7 Millionen Euro) machten 2023 rund 56 Prozent der gesamten Erträge der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland aus. Hier gab es einen Rückgang von 460.000 Euro (rund 1,8 Prozent). Hinzu kamen zweckgebundene Spenden (unter
anderem für Musik, das Bezirksbudget und für ausländische Gebiete) von rund 330.000 Euro.
Das positive Jahresergebnis ist unter anderem auch durch 6,3 Millionen Euro an Verkaufserlösen von profanierten Kirchen erzielt worden. 17,1 Millionen Euro kommen aus der Vermögensverwaltung: 6,7 Millionen Euro steuerten die Finanzanlagen bei und 4,1 Millionen die Immobilienanlagen. Zu diesen Erträgen kommen sonstige ordentliche Erträge von 2,6 Millionen Euro hinzu. Damit summieren sich die Erträge der Kirche auf 38 Millionen Euro (nach 37,4 Millionen Euro in 2022).
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen der Kirche lag im Jahr 2023 bei 42 Millionen Euro. Das sind etwa 3,5 Millionen Euro mehr (rund 9,2 Prozent) als im Vorjahr. Hauptgrund sind um 2,5 Millionen Euro höhere Abschreibungen.
Positives Jahresergebnis
Für das Jahr 2023 ergibt sich aus der gewöhnlichen kirchlichen Tätigkeit ein Ergebnis von minus 3,9 Millionen Euro. 5,9 Millionen Euro steuert das Finanzergebnis bei.
Daraus ergibt sich (nach Steuern) ein Jahresüberschuss von rund 1,9 Millionen Euro, welcher ins Kirchenkapital eingestellt wurde.
Tätigkeits- und Finanzbericht
Der Jahresbericht der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland gliedert sich in den Tätigkeits- und den Finanzbericht. Im Tätigkeitsbericht liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung der Aktivitäten, die das Jahr geprägt haben. Beispiele sind größere Gottesdienste im Kirchenjahr, die Besuche des Stammapostels, Konzerte und musikalische Aktivitäten, Aktionen der Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr.
Nach einem Statistik-Teil wird im Finanzbericht die „Aufwands- und Ertragsrechnung“ dargestellt, erläutert und die Summen nach Tätigkeitsbereichen der Kirche aufgegliedert. Dazu gibt es die Bilanz und Übersichten des Anlagevermögens und der Investitionen.
Für die Delegierten der Landesversammlung
Der Jahresbericht wird seit 2010 in jedem Jahr für die Mitglieder der Landesversammlung erstellt. Dies sind die Apostel, Bischöfe und Bezirksvorsteher der Gebietskirche. Sie erhalten den Bericht im Vorfeld der Sitzung, in der die Finanzzahlen des vergangenen Jahres präsentiert werden. 2024 trat die Landesversammlung am 8. September zusammen. Dabei wurde der Jahresabschluss beschlossen und der Landesvorstand entlastet.
Jede Gemeinde erhält in diesen Tagen zwei Exemplare des Jahresberichts 2023: Eins für den Gemeindevorsteher sowie eins zur Auslage. So können auch Gemeindemitglieder den Bericht einsehen, die über keinen Internetzugang verfügen. Zudem stehen alle Jahresberichte der letzten Jahre zum Download zur Verfügung.
Statistische Daten 2023für Westdeutschland
Die Neuapostolische Kirche Westdeutschland zählte am 31. Dezember 2023 genau 104.045 Mitglieder. Im Vergleich zu 2022 sind das 1.524 Mitglieder weniger. Weltweit betreute Bezirksapostel Rainer Storck 597.786 neuapostolische Christen in über 4.200 Gemeinden.
Im Jahr 2023 empfingen in der Gebietskirche 295 Menschen das Sakrament der Heiligen Wassertaufe. Die Heilige Versiegelung wurde an 284 Kindern und 76 Erwachsenen vollzogen. Sie zählen damit als neue Mitglieder.
1.429 neuapostolische Christen sind verstorben. Darüber hinaus verzeichnete die Gebietskirche mehr Wegzüge als Zuzüge: 7.940 zu 7.922, wobei in der Summe auch Gemeindewechsel innerhalb der Gebietskirche enthalten sind.
Unter dem Strich bleibt für Westdeutschland ein Minus bei den Mitgliederzahlen von 1,4 Prozent (nach 2,1 Prozent in 2022).
2023 wurden 281 junge neuapostolische Christen mit 14 Jahren konfirmiert. 106 Paare empfingen den Segen zur Trauung. Aus der Kirche ausgetreten sind 117 Mitglieder. Demgegenüber stehen sechs Wiedereintritte.
OWL ist größter Bezirk
Größter Kirchenbezirk in Westdeutschland ist Ostwestfalen-Lippe mit 6.398 Mitgliedern. Dahinter folgen Ruhr-Mitte (5.328 Mitglieder), Dortmund (5.041 Mitglieder), Ruhr-West (4.341 Mitglieder) und Bergisches Land (4.336 Mitglieder). Die kleinsten Bezirke waren am 31. Dezember 2023 Marburg (1.369 Mitglieder), Trier (1.752 Mitglieder), Hagen (1.774 Mitglieder), Dinslaken (1.789 Mitglieder) und Iserlohn (1.828 Mitglieder).
Die durchschnittliche Teilnehmerzahl in den Gottesdiensten am Sonntagmorgen lag 2023 landesweit bei 20.089 Teilnehmern, 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit besuchten im Schnitt rund 51 Prozent der aktiven Mitglieder die Sonntagsgottesdienste beziehungsweise 19 Prozent der Gesamtmitglieder. Die Besucherzahlen haben sich nach der Corona-Pandemie deutlich erholt, liegen aber immer noch etwa ein Drittel niedriger als vor dem Jahr 2020.
597.000 Mitglieder im Bezirksapostelbereich
Bezirksapostel Rainer Storck betreute 2023, gemeinsam mit Bezirksapostelhelfer Stefan Pöschel und den jeweils zuständigen Aposteln, Gemeinden in insgesamt 44 Ländern und Gebieten.
Die Gesamtsumme der Mitglieder in den von ihm betreuten Gebietskirchen (ohne Westdeutschland) stieg von 485.211 am Jahresanfang 2023 um 8.530 auf 493.741 Mitglieder am Jahresende. Nimmt man Westdeutschland hinzu, stieg die Zahl der Mitglieder im gesamten Bezirksapostelbereich um 7.006 auf 597.786 Mitglieder (plus 1,2 Prozent).
Im Bezirksapostelbereich empfingen 12.583 Gläubige das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Die durchschnittliche Besucherzahl in den Sonntagsgottesdiensten liegt bei 116.891 Gläubigen.
In sieben Ländern, die zum Zuständigkeitsbereich von Westdeutschland zählen, gibt es keine Gemeinden. Das sind Afghanistan, Guadeloupe, Irak, Iran, Jordanien, Monaco und Syrien. 2022 konnten Gemeinden in Marokko und Tunesien nach Besuchen des zuständigen Apostels reaktiviert werden.
Sieben Apostel und acht Bischöfe
In Westdeutschland wirkten Ende 2023 neben dem Bezirksapostel sieben Apostel (darunter ein Bezirksapostelhelfer), acht Bischöfe, 23 Bezirksältesten, 46 Bezirksevangelisten, 63 Hirten, 155 Gemeindeevangelisten, 1.594 Priester und 1.662 Diakone. In der Summe werden die neuapostolischen Christen im Inland von 3.559 Seelsorgern betreut. Damit betreut ein Seelsorger durchschnittlich 29 Gläubige.
Für die Mitglieder in den weiteren Gebietskirchen (also ohne Westdeutschland) sind 29 Apostel (darunter ein Bezirksapostelhelfer in Angola) und 43 Bischöfe sowie 6.976 weitere priesterliche Amtsträger und 5.073 Diakone zuständig.
Mehr als 4.200 Gemeinden und Stationen
Die neuapostolischen Christen aus den Gebietskirchen des Bezirksapostelbereichs versammeln sich in 4.221 Gemeinden. Insgesamt verfügten Ende des letzten Jahres 1.077 Gemeinden im Bezirksapostelbereich über eigene Kirchengebäude.
Die Mitglieder aus den weiteren Gemeinden versammeln sich in anderen Versammlungsstätten (vor allem in Angola, Guinea-Bissau und São Tomé e Príncipe).
Auszug aus dem Jahresbericht
Die statistischen Informationen stammen aus dem Jahresbericht 2023 der Gebietskirche Westdeutschland. Er enthält einen Überblick über die Aktivitäten der Gebietskirche und zeigt die Verwendung der kirchlichen Mittel auf.
Texte und Fotos entnommen von der Homepage der NAK Westdeutschland
1. November 2024
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