Personalien
- Geboren: unbekannt
- Gestorben: 12. März 1943
Ordinationen
- 1910 Unterdiakon
- 12.03.1911 Diakon
- 04.12.1912 Priester
- 15.05.1918 Evangelist
- 20.03.1921 Bezirksältester
Arbeitsbereich
- 20.03.1921 - 12.03.1943 Bezirk Siegen
* * *
Aus seinem Leben
In den Jahren 1909/1910 war im Raum Hagen eine große Arbeitslosigkeit. Davon war auch der Bruder Richard Ehrenfried betroffen, der in Milspe seinen Wohnsitz hatte und zu der Gemeinde Voerde gehörte. Eines Tages las er in der Hagener Tageszeitung eine Anzeige, dass im Siegerland ein tüchtiger Meister für eine noch zu errichtende Ambossschmiede gesucht wurde. Unter 23 Bewerbern wurde er eingestellt. Er musste sofort mit der Arbeit beginnen und verlegte seinen Wohnsitz nach Kreuztal. Der ewige Gott hatte in ihm sich den Mann ausersehen, der viele Jahre im großen Segen im Bezirk Siegen wirken sollte.
Bruder Ehrenfried empfing im selben Jahr mit zwei Brüdern das Unterdiakonenamt. Am 12. März 1911 wurde Bruder Ehrenfried das Diakonenamt und am 4. Dezember 1912 das Priesteramt anvertraut. Gleichzeitig wurde er mit der Leitung der Gemeinde beauftragt, da der seitherige Vorsteher, Priester Schüssler, Siegen aus beruflichen Gründen wieder verlassen musste. Priester Ehrenfried schrieb damals an seinen Apostel, er möge doch das Amt wieder von ihm nehmen, denn er hätte vor jedem Gottesdienst so starkes Herzklopfen. Der Apostel antwortete ihm, gerade solche Brüder könnte der liebe Gott gut gebrauchen, ihm, dem Apostel, erginge es genauso. Am 15. Mai 1918 wurde Priester Ehrenfried zum Gemeindeevangelisten ordiniert.
Am Abend des 19. März 1921 erschien der Sohn des Stammapostels Niehaus in Weidenau und lud den Evangelisten Ehrenfried im Auftrag seines Vaters zu dem am folgenden Morgen in Gießen stattfindenden Gottesdienst ein. Dort diente der Stammapostel - in seiner Begleitung war Stammapostelhelfer Bischoff - den Geschwistern und ordinierte den Bezirksältesten Buchner zum Bischof und den Gemeindeevangelisten Ehrenfried zum Bezirksältesten. Dem Bezirksältesten Ehrenfried wurde der neu gegründete Ältestenbezirk Siegen zur Pflege anvertraut. Gleichzeitig wurde Siegen aus dem Apostelbezirk Bielefeld ausgegliedert und dem Apostelbezirk Frankfurt angeschlossen.
Zum Bezirk Siegen gehörten damals die Gemeinden Siegen, Wahlbach, Langenbach, Dillenburg und Berleburg. Der Bezirksälteste Ehrenfried diente dem Bezirk 22 Jahre als Bezirksvorsteher, bis er im Jahre 1943 im Alter von 64 Jahren in die Ewigkeit abberufen wurde. Sein Leben war erfüllt mit unermüdlichem Dienen, und es kann von seiner Tätigkeit gesagt werden: "Einfach und schlicht war sein Leben, immer nur geben!"
Bis zu seinem Heimgang im Alter von 64 Jahren am 12. März 1943 hat der Bezirksälteste Ehrenfried vorbildlich und unermüdlich seine Aufgaben erfüllt und dies trotz einer unheilbaren Blutzuckererkrankung und Amputation des linken Unterschenkels. Sein Tod mitten im 2. Weltkrieg war für die Geschwister der Gemeinde Siegen ein schwerer Schlag.
Apostel Schall, der in den Jahren 1923 bis 1926 im Bezirk Siegen diente, schrieb: "Der liebe Bezirksälteste Ehrenfried, der uns ein treuer Mitarbeiter war, hat mir seinerzeit, als ich noch im dortigen Bezirk diente, nur Freude gemacht.“
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