Gießen – Wetzlar (wr). Der neuapostolische Kirchenbezirks Gießen trauert um seinen früheren Bezirksvorsteher. Der im Ruhestand lebende Bezirksälteste Werner Basche ist am 1. Februar 2024 kurz nach der Vollendung seines 95. Lebensjahres verstorben.
Werner Basche war rund 45 Jahre als ehrenamtlicher Seelsorger in der Neuapostolischen Kirche tätig. Seinen ersten Amtsauftrag erhielt er am 30. April 1950 in Langen, als ihn Bezirksapostel Emil Buchner zum Unterdiakon ordinierte. Ein Jahr später erfolgte die Ordination zum Diakon.
45 Jahre als ehrenamtlicher Seelsorger
Am 23. Juli 1952 trat Werner Basche in den priesterlichen Dienst der Kirche. Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder ordinierte ihn an diesem Tag zum Priester. Damit erhielt er den Auftrag und die Vollmacht die Heilige Wassertaufe zu spenden, die Sündenvergebung zu verkündigen und das Heilige Abendmahl auszusondern und zu spenden. Zu seinen Aufgaben zählte es die Gottesdienste zu leiten, zu predigen und die Gemeindemitglieder seelsorgerisch zu versorgen. Er führte dabei auch regelmäßig bei den Kranken Besuche durch und feierte mit ihnen das Heilige Abendmahl.
Weitere Ordinationen folgten in den Jahren 1955 (Hirte), 1967 (Bezirksevangelist) und 1972 (Bezirksältester). Ab 1952 war Werner Basche zudem als Gemeindevorsteher für die organisatorischen und seelsorgerischen Aufgaben in der Kirchengemeinde Dieburg verantwortlich. Diese Aufgabe übte er im Folgenden auch in der Gemeinde Sprendlingen aus. Im Jahre 1967 verlegte Werner Basche seinen Wohnsitz nach Wetzlar und wurde als Gemeindevorsteher der Gemeinde Wetzlar beauftragt. Auch in weiteren Gemeinden des mittelhessischen Raumes war er in der Folge als Gemeindevorstehers tätig.
Am 12. August übertrug Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder dem Bezirksältesten Werner Basche die Aufgabe, den neuapostolischen Kirchenbezirk Gießen zu leiten. Somit war er der direkte Ansprechpartner der Vorsteher der 32 angegliederten Kirchengemeinden.
21 Jahre Bezirksvorsteher
Diese Aufgabe übte er 21 Jahre aus. Dabei war er unermüdlich in den Gemeinden aktiv und hat unzählige Gottesdienste geleitet sowie den Segen zu Hochzeiten, Ehejubiläen und Konfirmationen gespendet. Eine besondere Freude war es ihm, wenn er Kleinkindern das Sakrament der Heiligen Wassertaufe spenden konnte. Er war aber auch da, wenn es hieß Abschied zu nehmen. Dabei ist er den Hinterbliebenen beigestanden und hat in zahlreichen Trauerfeiern Trost gespendet.
Am 18. Dezember 1994 versetzte Bezirksapostel Klaus Saur den Bezirksältesten Werner Basche nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand.
Werner Basche erlernte den Beruf eines Großhandelskaufmanns und war bis 1979 als Prokurist und kaufmännischer Leiter eines feinmechanisch-optischen Betriebs in Wetzlar tätig. Im gleichen Jahr wechselte er in die Verwaltung der Neuapostolischen Kirche Hessen und über diese Tätigkeit bis zu seinem Renteneintritt aus.
Werner Basche war mit seiner Ehefrau Gertrud verheiratet und konnte mit ihr noch das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern. Die Eheleute konnten sich über eine Tochter, einen Sohn, fünf Enkelinnen und zwei Urenkel freuen. Einige Jahre nach dem Tod seiner Frau war, verlegte Werner Bache seinen Wohnsitz nach Südhessen, um näher bei seinem Sohn und dessen Frau zu leben.
Die Trauerfeier für Werner Basche findet am 16. Februar 2024 um 18:00 Uhr in der neuapostolischen Kirche Frankfurt-West, Sophienstraße 50, 60487 Frankfurt am Main statt. Zudem wird ein Livestream im Internet angeboten.
1. Februar 2024
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