Gemeindedaten
- Bezirk: Dortmund-West, früher Dortmund-Nord
- Gemeindegründung: 16. April 1961
- Am Wemphof 64, 44379 Dortmund-Kirchlinde
- Kirchweihe: 21. April 1970 durch Bischof Friedrich Wilhelm Wömpner
- Bibelwort: "Eure Lindigkeit lasset kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!" (Philipper 4, 5)
- Integration in die Gemeinde Dortmund-Marten: 18. November 2012
- Gemeindestatus: geschlossen
In Kirchlinde waren am Sonntag, 18. November 2012, knapp 180 Teilnehmer zum Gottesdienst versammelt. Die große Anzahl der Gottesdienstbesucher kam zustande, weil die Gemeindemitglieder aus Dortmund-Marten, der zukünftigen Heimat der Kirchlinder Gemeinde, zu diesem Gottesdienst eingeladen waren.
Außer dem Bischof kamen im Gottesdienst der Gemeindevorsteher Dietmar Zwara, der vor längerer Zeit für Kirchlinde beauftragte Kirchhörder Priester Michael Neubauer und der Bezirksvorsteher des Bezirkes Dortmund-West, Bezirksältester Hans-Jürgen Weigl, zu Wort.
Alle Predigtbeiträge bezogen sich auf die besondere Situation in Kirchlinde. Bischof Roland Eckhardt erinnerte mit einigen Hinweisen auf die Gemeindechronik an das Gründungsdatum am 16. April 1961. Vor gut einem Jahr habe die Gemeinde ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Seit dem 21. April 1970 sei die Gemeinde in diesem Gotteshaus zuhause.
Das Bibelwort zur Einweihung der Kirchlinder Kirche im Jahr 1970 "Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!" (Philipper 4,5) korrespondiere zu dem Bibelwort für diesen Sonntag, so der Bischof: "Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben." (2. Korinther 4, aus 6).
Beide Bibelstellen beschrieben die Ausstrahlung einer aktiven Gemeinde, so der Bischof. Güte sei wie ein Licht, das froh mache und erleuchte. Die Strahlkraft der Gemeinde Kirchlinde sei nun mit diesem Tage nicht zu Ende, sondern jeder einzelne Christ könne in seiner neuen Gemeinde weiterhin Güte und Licht hervorbringen.
Dietmar Zwara erklärte seinen Glaubensgeschwistern am Bild eines mit vielen Lichtern geschmückten Weihnachtsbaumes, dass die Vielfalt und die Gemeinschaft ein helles Leuchten hervorbringe, das ein Einzelner nicht leisten könne. Er machte Mut, dass alle in der neuen Gemeinde ihre Gaben einbringen und somit Güte und Licht aus Christus weithin erstrahlen könnten.
Michael Neubauer wies darauf hin, dass nicht ein Gebäude eine Gemeinde wesentlich präge, sondern was alle mit Gott zusammen erlebt hätten. Und das bliebe und ginge mit in die neue Gemeinde.
Bezirksältester Hans-Jürgen Weigl erinnerte sich an die Zeit, als er selbst vor etwa 20 Jahren als Gemeindevorsteher für Kirchlinde beauftragt wurde.
Ein Hinweis auf eine Begebenheit nach Markus 9 sei ihm im Hinblick auf die Fusion sehr bedeutsam geworden, so der Bezirksvorsteher. Drei Jünger Jesu hätten auf dem Berg der Verklärung mit Jesus Christus höchste Seligkeit erlebt und bei Petrus sei der Wunsch aufgekommen, dort Hütten zu bauen.
Der Wunsch, an diesem Ort zu verbleiben und die Zeit sozusagen festhalten zu wollen, sei damals nicht erfüllt worden, so wie das hier in Kirchlinde nun auch nicht möglich sei. "Aber eines war seinerzeit sichergestellt und ist auch in heute ganz sicher: Christus ist und bleibt weiterhin mitten unter euch!", rief er den Kirchlindern zu.
Nach einem herzlichen Dank des Bischofs für das geleistete Engagement im Laufe von gut 50 Jahren Gemeindeleben in Kirchlinde, nach einem Dank auch für die Zustimmung der Gemeinde zur Gemeindezusammenlegung beauftragte er die Kirchlinder Amtsträger für ihre zukünftigen Arbeitsbereiche.
Priester Dietmar Zwara soll künftig in der Gemeinde Süd-West unterstützend tätig sein und Priester Michael Neubauer geht zurück in die Gemeinde Kirchhörde. Alle weiteren Amtsträger werden ihre Tätigkeit in Dortmund-Marten fortsetzen.
Es folgte die Profanierung des Kirchengebäudes, so dass es in Zukunft anderen Zwecken dienen kann. Schlusspunkte in diesem denkwürdigen Gottesdienst setzten der Kirchlinder gemischte Chor und der Kinderchor.
Als letzten offiziellen Akt in diesem nunmehr profanierten Haus trugen die Amtsträger die Bibel, die Abendmahlskelche und die Opferkästen aus dem Kirchenraum. Zum Abschluss gab es noch ein Beisammensein und somit Zeit für die erweiterte Gemeinde Dortmund-Marten in Gesprächen den Prozess des Zusammenwachsens voranzutreiben.
Die Kirche "Am Wemphof" in den 1980er-Jahren
16. April 1961
Text:
Alfred Krempf
Fotos:
Alfred Krempf
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.