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P. S. Cumbana

Paulo Senda Cumbana (N0209)

 

* Apostel von 1981 bis 1982

 

Lebensdaten

  • geboren am 16. Mai 1931 in der Provinz Inhambane, Portugiesisch-Ostafrika
  • gestorben am 2. April 1982 in Xinavane, Mosambik (50)

 

Amtstätigkeit

  • 6. November 1972: Priester durch Bezirksapostel Karl Rudolf Gut (41)
  • 26. Oktober 1980: Hirte durch Bezirksapostel Johann Rissik Kitching sen. (49)
  • 27. September 1981: Apostel durch Stammapostel Hans Samuel Urwyler in Bern, Schweiz (50)

 

Arbeitsbereich

  • Mosambik

 

Zuständige(r) Bezirksapostel

  • Johann Rissik Kitching sen. (1981 bis 1982)

 

Aus seinem Leben

(Mit freundlicher Genehmigung des Bischoff Verlages. Entnommen aus der Loseblattsammlung „Apostel der Endzeit“. © Verlag Friedrich Bischoff GmbH, Neu-Isenburg)

„Ich wurde am 16. Mai 1931 in Mozambique in der Provinz Inhambane geboren, die zwischen Maputo und Beira liegt. Meine Eltern waren sehr arm.

Im Jahre 1942 begann meine Schulausbildung. Um meine Eltern zu unterstützen und das Notwendigste für den Lebensunterhalt herbeizuschaffen, mußte ich jedoch 1945 die Schule wieder verlassen. Bis 1953 arbeitete ich als Hirte auf einer Farm. Danach verließ ich Mozambique, um nach der Republik Südafrika überzusiedeln, wo es bessere Verdienstmöglichkeiten gab. Eineinhalb Jahre lang verdiente ich mir mein Brot in einem Goldminenwerk in Randfontein/Johannesburg. Damals schloß ich mich auch der Methodisten-Kirche an. Der Glaube sollte mir einen Ausgleich bieten für die harte Arbeit, der ich nachgehen mußte, doch erkannte ich schon bald, daß ich noch nicht auf dem richtigen Weg war, und suchte deshalb weiter nach dem Frieden aus Gott.

1955 wechselte ich meine Tätigkeit und trat bei einer Familie in Mondeor, einer Vorstadt von Johannesburg, eine Stelle als Haushaltshilfe an.

In mein Heimatland Mozambique kehrte ich im Jahre 1962 zurück. Ich ließ mich in Lourenco Marques (heute Maputo genannt) nieder, wo ich meine Frau kennenlernte. Wir heirateten im Jahre 1968. Unsere Ehe wurde mit sechs Kindern gesegnet, drei Söhnen und drei Töchtern.

Im Jahre 1971 lernte ich Priester Diedericks kennen, der nach Mozambique gezogen war, um dort eine neuapostolische Gemeinde aufzubauen. Ich beobachtete diesen Mann; er wollte den Menschen voll Liebe und Eifer Zeugnis vom neuapostolischen Glauben bringen; sie konnten ihn jedoch nicht verstehen, weil er nur Englisch sprach. Unsere Landessprache beherrschte er nicht. Da ich etwas Englisch verstand, bot ich mich an, für ihn zu übersetzen. So hörte ich aus seinem Mund zum ersten Mal, daß es wieder lebende Apostel gebe. Das berührte meine Seele tief.

Gerade durch das Übersetzen der Predigten und der Gespräche über das wiederaufgerichtete Gnaden- und Apostelamt erschloß sich mir in wunderbarer Weise der Weg der Wahrheit, so daß schon bald der Wunsch in mir wach wurde, auch ein Gotteskind zu werden. 1972 wurde ich von dem inzwischen heimgegangenen Bischof Behm aus Südafrika aufgenommen, und noch in demselben Jahr begegnete ich dem Apostel Gut, der mir am 6. November 1972 den Heiligen Geist spendete und mich ins Priesteramt setzte.

Über fünfeinhalb Jahre, von 1975 bis 1980, war es den Gotteskindern meiner irdischen Heimat verwehrt, unter das Wort eines Apostels zu kommen, denn die Verhältnisse bei uns ließen es nicht zu, mit unserem Bezirksapostel Kitching zusammenzusein, dessen Fürsorge Mozambique anvertraut ist. Uns Brüdern war es ein großes Anliegen, im Geiste das Einssein mit dem Apostel zu suchen und die Hoffnung auf den Herrn in den von uns betreuten Seelen lebendig zu halten.

Im Oktober 1980 wurden mit Hilfe unseres himmlischen Vaters die Wege wieder frei. Bezirksapostel Kitching erhielt die Einreiseerlaubnis und hatte nach langer Zeit wieder die Möglichkeit, den Seelen in Mozambique zu dienen. In einem feierlichen Gottesdienst am 26. Oktober 1980 empfing ich das Hirtenamt.

Im September 1981 lud mich unser geliebter Stammapostel nach Bern/Schweiz ein. Dort übertrug er mir am 27. September 1981 während eines Jugendgottesdienstes das hohe Amt eines Apostels.

Ich habe nur das eine Verlangen – der Stammapostel fand bei meiner Ordination dafür auch die rechten Worte -: ich will ein Licht und eine Tür für die Kinder Gottes und alle suchenden Seelen in Mozambique sein!“

 

Am Freitag, den 2. April 1982, verstarb P. S. Cumbana. Er hatte nördlich von Maputo in einer neuen Gemeinde einen Gottesdienst gehalten und befand sich auf der Rückreise. Bei einem Verkehrsunfall kam er ums Leben, die drei weiteren Insassen des Fahrzeuges erlitten nur unerhebliche Verletzungen. Zunächst sollte der Bezirksevangelist Sithole, dem die Einreise nach Mozambique möglich ist, als Vertreter des Bezirksapostels Kitching die Trauerfeier durchführen. Im letzten Augenblick aber konnte der Stammapostel dann doch dem Bezirksapostel A. J. Fernandes diese Aufgabe übertragen.

P. S. Cumbana

27. September 1981

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P. S. Cumbana
Zeitstrahl über P. S. Cumbanas Leben anhand der uns vorliegenden Informationen
 

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