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Gemeinde Köln-Worringen

 

Gemeindedaten

  • Gegründet: 1924
  • Kirchweihe: 23.05.1957  durch Bezirksapostel Walter Schmidt (1. Korinther 15, 49)
  • Geschlossen: 18.07.2010 Fusion: Gemeinden Köln- Seeberg, Köln-Worringen und Pulheim zur Gemeinde Köln-Nord
  • Gemeindestatus: Geschlossen

Gemeindevorsteher

  • 1924 – 1926 Max Pankraz
  • 1926 – 1939 Hermann Bernhard
  • 1939 – 1946 Max Pankraz
  • 1946 – 1957 Christian Blankenheim
  • 1959 – 1962 Franz Opdenplatz
  • 1962 – 1981 Werner Chudzian
  • 1981 – 1984 Lothar Nau
  • 1984 – 1988 Heinz Graf
  • 1988 – 1993 Friedhelm Finken
  • 1993 - 2000 Wilhelm Grobe
  • 2000 – 2010 Heinz-Otto Frech
  •  

Versammlungsstätten

1924 - 1927 Köln-Worringen, Neußer Landstraße 387 (bei Geschwister Kluth)
23.05.1957 - 18.07.2010 Köln-Worringen, An den Kaulen 6 (Eigene Kirche)

* * *

Gemeindechronik bis 2010

Der Anfang

Als erste neuapostolische Christen verlegt 1918 ein Ehepaar aus Köln seinen Wohnsitz nach Worringen in das Haus Neusser Landstr. 387. Der zu dieser Zeit für Köln zuständige Bischof  Heinrich Achenbach beauftragt 1923 junge Glaubensbrüder aus den Kölner Stadtgemeinden, mit der Mission in Worringen zu beginnen. Im selben Jahr schon richten die Eheleute Kluth ihr kleines Haus Neusser Landstraße 387 so ein, dass darin fortan Gottesdienste stattfinden können.

Von Köln aus intensiviert sich die Mission auch auf die Kölner Vororte Fühlingen, Merkenich, Roggendorf/Thenhoven und Volkhoven/Weiler. Wenig später auch auf Dormagen mit den dazugehörigen Ortschaften. Die Koordination der Mission und die Durchführung von Gottesdiensten, insbesondere auch der Gottesdienste, zu denen Gäste aus den umliegenden Ortschaften eingeladen werden, erfolgen durch den Evangelist Max Pankraz aus Köln.

Worringen wird Gemeinde

Als Ergebnis der Mission empfangen schon 1923 zahlreiche Personen aus Worringen und Volkhoven/Weiler das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Das macht erforderlich, dass in Worringen 1924 eine selbständige Gemeinde gegründet wird. Die Gottesdienste finden nach wie vor in dem vorerwähnten kleinen Haus statt.

Der Bischofsbereich Köln reicht vorübergehend im Süden bis nach Andernach/Rhein und im Westen bis Aachen. Es erfolgen daher regelmäßige Missionsreisen in diese Regionen. Zur Unterstützung der dortigen Gottesdienste nehmen auch Gemeindechorsänger/innen der Gemeinde Worringen an den Missionsreisen teil.

Zu erwähnen ist auch, dass die Gemeinde Worringen aus vielen kinderreichen Landarbeiterfamilien besteht und daher nahezu 50 Kinder am Kindergottesdienst teilnehmen und ein kleiner mehrstimmiger Kinderchor gegründet werden kann.

Erster Gemeindevorsteher

Mit Blick auf die intensive Missionstätigkeit, wird Evangelist Max Pankraz 1924 als Gemeindevorsteher beauftragt.

Nachfolgende Gemeindevorsteher

Bernhard, Hermann          1926–1939 (Einberufung zum Wehrdienst), Priester

Pankraz, Max                      1939–1946, Evangelist

Blankenheim, Christian    1946–1957, Hirte

 

Zweiggemeinden entstehen

Durch weitere Missionstätigkeit von Worringen aus, nehmen an den Gottesdiensten in Worringen zunehmend Gäste aus den umliegenden Ortschaften, insbesondere Volkhoven/Weiler, aber auch aus Dormagen teil. Daher wird es notwendig, für diese Gottesdienstbesucher Zweiggemeinden einzurichten, und zwar

1948  Volkhoven

1949  Dormagem

Für die Gottesdienste können für beide Gemeinden Schulräume gemietet werden.

In diesem Zusammenhang soll erwähnt werden, dass Hirte Christian Blankenheim bis zu seiner zu Ruhesetzung 1957, gemeinsamer Gemeindevorsteher der Gemeinden Worringen und der daraus entstandenen Zweiggemeinden Volkhoven und Dormagen ist.

Eigene Kirche

Die wachsende Gemeinde führt zu dem Entschluss, eine neue und geeignete Versammlungsstätte zu schaffen. Eine richtige Kirche soll es sein. Nach nahezu 34 Jahren Gemeindeentwicklung wird am 23. Mai 1957 das Kirchengebäude in Köln-Worringen, an der noch weitestgehend unbebauten und unbefestigten Straße ‚An den Kaulen’, durch den Bezirksapostel Walter Schmidt seiner Bestimmung übergeben.

Der Weihegottesdienst steht unter dem Bibelwort 1. Korinther 15, 49: 

„Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen.“

Es bleibt aus dem Gottesdienst in Erinnerung, dass der Bezirksapostel dem Gotteshaus die Bezeichnung GNADENSTÄTTE widmete.

Jubiläumsjahr

1993 wird in einem Festgottesdienst, den Bischof Helmut Bör durchführt, der  „70 Jahre Gemeinde“ besonders gedacht. Der Bischof stellt den Gottesdienst unter das Bibelwort Johannes 17, 13: „Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit meine Freude in ihnen vollkommen sei.“

Modernisierung der Kirche

1996 wird die Kirche den derzeitigen Erfordernissen von Bild- und Tontechnik angepasst sowie einer Erweiterung des Parkplatzes. Später erfolgt die Installation einer modernen Isolierverglasung. Ebenso erfolgt die Installation des SAT-Empfangs. Damit kann die Gemeinde auch an überregionalen, bis hin zu weltweit ausgestrahlten Gottesdiensten teilnehmen.

Kirchweihfest

2007 blickt die Gemeinde dankbar auf die Zeit zurück, in der sie eine Kirche als Gotteshaus hat und stellt deshalb das Jubiläum unter das Motto: „50 Jahre offenes Gotteshaus“. In der Gemeinde waren viele Helferinnen und Helfer tätig. Auch als Sonntagschullehrer/innen, Religions- und Konfirmandenlehrer/innen und Chorleiter.

Folgende Jubiläumsaktivitäten werden durch ortsübliche Medien in der breiten Öffentlichkeit publik gemacht:

Samstag 02. Mai 2007

Benefizkonzert im Vereinshaus Worringen mit dem Bezirkschor und dem Bezirksorchester Köln, zugunsten des Krankenpflegedienstes Worringen und des Kinderschutzbundes Köln.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Festgottesdienst mit Apostel Franz-Wilhelm Otten, den er unter das Bibelwort Apostelgeschichte 9, 31 stellt: “So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und Galliläa und Samarien und baute sich auf und lebte in der Furcht des Herrn und mehrte sich unter dem Beistand des Heiligen Geistes.“

Samstag, 02. Juni 2007

Unter dem Motto „50 Jahre offenes Gotteshaus“ stehen die Kirchentüren den ganzen Tag offen für Gäste, Freunde und die breite Öffentlichkeit.

 

 

 

Die Gemeinde endet durch Fusion

Als Ergebnis einer Gemeindestrukturreform der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen, fusionieren im Rahmen des Projektes „Zukunft Gemeinde“ im Kirchenbezirk Köln-West die Gemeinden Köln-Seeberg, Köln-Worringen und Pulheim zur neuen Gemeinde KÖLN-NORD.

Letzter Gottesdienst mit Profanierung des Kirchengebäudes

Am Mittwoch, 14. Juli 2010 führt Apostel Franz-Wilhelm Otten den letzten Gottesdienst durch, den er unter das Bibelwort 1. Mose 22, aus Vers 18 stellt:

„ …und durch dein Geschlecht sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast.“

Auf die im Liedvortrag des Gemeindechores vorgetragene Bitte „Das ich bleiben möge im Hause des Herrn“ eingehend, weist der Apostel auf 1. Mose 26, 29 hin: „Du bist doch der Gesegnete des Herrn“. Ergänzend dazu sagt er: Auch wenn sich unser Leben und die Gemeinde nicht immer so entwickelt hat, wie wir uns das vorgestellt haben: Wir sind ja doch die Gesegneten des Herrn.

Der letzte Gemeindevorsteher

Im vorerwähnten letzten Gottesdienst wird Priester Heinz-Otto Frech durch den Apostel altersbedingt in den Ruhestand versetzt. Priester Frech diente der Gemeinde seit 1997 und zuletzt in Begleitung des Kirchweihfestes und der Fusion zur Gemeinde Köln-Nord.

Entnommen von der Homepage der Gemeinde Köln-Nord, November 2024

1. Oktober 1924

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