Wuppertal/Velbert. Im Gottesdienst am 29. November 2023 in Velbert-Mitte verabschiedete Bezirksapostel Storck zwei verdiente Bezirksleiter in den Ruhestand: Bezirksältester Udo Busch, Leiter des Kirchenbezirks Velbert, sowie Bezirksevangelist Ulrich Fischer, stellvertretender Bezirksvorsteher in Wuppertal.
„Habt ihr euch das genau überlegt?“, schmunzelte Bezirksapostel Rainer Storck vor der Ansprache zur Ruhesetzung und würdigte die beiden verdienten Seelsorger für ihren ehrenamtlichen Einsatz in der Kirche. Beide seien ihren Weg gegangen, trotz unterschiedlicher Voraussetzungen. Während Udo Busch in ein neuapostolisches Elternhaus hinein geboren wurde, sei Ulrich Fischer „eher ein Seiteneinsteiger“, scherzte der Bezirksapostel, denn dieser trat der Kirche mit 36 Jahren bei.
„Euch zeichnet ein starker Glaube aus“, so Bezirksapostel Storck weiter. Das habe man auch an ihren letzten Predigtbeiträgen im Gottesdienst spüren können. Zudem hob er die Loyalität hervor und ihr treues Dienen in der Liebe zu Gott und zu den anvertrauten Gläubigen. „Ihr habt als Amtsträger nicht aufgegeben, sondern durchgehalten, auch wenn es schonmal schwer war.“
Bezirksältester Udo Busch
Udo Busch diente 41 Jahre lang als Amtsträger in der Kirche. 1982 wurde er als Unterdiakon für seine Heimatgemeinde Velbert-Mitte ordiniert. Zwei Jahre später wurde er Priester und 1990 Evangelist. In der Folge übernahm er die Leitung der Gemeinden Velbert-Mitte und Velbert-West. Davon wurde er entlastet, als er 1998 Bezirksevangelist wurde.
2011 übernahm er als Bezirksältester die Leitung des Kirchenbezirks Velbert. In den letzten Jahren leitete er zeitweise zusätzlich zur Bezirksverantwortung die Gemeinden Heiligenhaus, Leverkusen-Lützenkirchen, Velbert-Neviges und Solingen-Wald (stellvertretend) als Gemeindevorsteher.
Udo Busch engagierte sich für die Belange der Handicapped und leitete als Projektmanager die Gruppe Inklusion in der Gebietskirche. Zudem organisierte er viele Jahre lang die Jugendtage und weitere Großveranstaltungen der Kirche mit.
Bezirksevangelist Ulrich Fischer
Ulrich Fischer diente seit 2015 als Bezirksevangelist in Wuppertal. Seinen ersten Amtstauftrag als Diakon empfing er im Januar 2002. Seit 2006 wirkte er als Priester in seiner Heimatgemeinde Cronenberg, die er ab 2012 für fünf Jahre als Gemeindevorsteher leitete.
Im Kirchenbezirk Wuppertal verantwortete er viele Jahre lang den Dienstplan und engagierte sich in der Kinderseelsorge.
„Du bist der Retter, die Liebe bist du“
Im Gottesdienst hatte der Bezirksapostel, angeregt durch das Lied „Die Liebe bist du“ des Chores, einen Schwerpunkt auf die Liebe Gottes gelegt, die bei den Menschen Gegenliebe auslöst, auch in der tätigen Nächstenliebe. Die Liebe sei eine Frucht des Heiligen Geistes: „Wir als Christen können daher in grandioser Weise diese Liebe zeigen und leben.“ Gerade in dieser Zeit sei es wichtig, dass die Liebe das wirkende Element ist, „in uns, durch uns und in der Gemeinde“, so Bezirksapostel Storck.
Anregungen biete hier das Hohelied der Liebe aus dem 13. Kapitel des Korintherbriefs. Neben der Freundlichkeit nannte der Bezirksapostel beispielhaft die Liebe, die sich nicht erbittern lässt und das Böse nicht zurechnet.
Gemeinsam mit Liebe zusammenwachsen
In seinem letzten Predigtbeitrag vor der Ruhesetzung ging Bezirksältester Udo Busch auf die Fusion von Velbert und Wuppertal zum Kirchenbezirk Bergisches Land ein und verband dies mit den Gedanken des Bezirksapostels. „Lasst uns gemeinsam zusammenwachsen – und das in der Liebe. Es wird viele Möglichkeiten geben, die Anregungen des Bezirksapostels umzusetzen.“
Bezirksevangelist Ulrich Fischer blickte zurück auf seine Zeit in der Kirche: Die Liebe Gottes ziehe sich wie ein roter Faden durch sein Leben und er habe keine Minute in der Nachfolge Jesu bereut. „Bleibt bitte in dieser Liebe“, rief er seinen Glaubensgeschwistern zu. Jesus Christus möge dabei weiter der rote Faden im Leben jedes einzelnen sein. Sein letzter Ratschlag als aktiver Amtsträger: „Jedes liebe Wort öffnet Türen.“
Dank an die beiden Seelsorger
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es noch Blumen für die beiden Ruheständler. „Über unseren Bezirksältesten wird ja bereits in der Bibel berichtet“, schmunzelte Bezirksevangelist Roland Blome, im Bezirk Velbert als Stellvertreter von Bezirksältester Udo Busch tätig, und verwies auf 2. Mose 3. Einen „brennenden Busch“ hätten die Gläubigen in Velbert in den zwölf Jahren erlebt, wenn durch den Bezirksvorsteher die Stimme Gottes im Bezirk hörbar und durch den Glauben sowie das Vorbild die Liebe Gottes erlebbar wurde.
„Du hast gebrannt für das Evangelium, für den Bezirk, für die Gemeinden, für jeden Einzelnen“, so das Fazit des Bezirksevangelisten. Viele Gläubige hätten zu ihrem Bezirksältesten ein besonderes Vertrauensverhältnis gehabt, „fast jeder hat etwas mit dir erlebt“. Diese Nähe zu den Gläubigen zeichne ihn aus.
„Die ganze Bibel berichtet von Fischern“, begann Holger Zimmermann, Leiter des neuen Bezirks Bergisches Land, die Würdigung von Bezirksevangelist Ulrich Fischer. Er habe besondere Fischereikünste besessen, wenn es darum ging, Menschen und Seelen anzusprechen. Der Bezirksälteste hob dabei das besondere Engagement für die Kinder im Bezirk Wuppertal hervor. Künftig sei er nun auch von seinen administrativen Tätigkeiten entlastet, beispielsweise von der Erstellung des Dienstplans im Bezirk.
5. Dezember 2023
Text: Frank Schuldt
Fotos: Frank Schuldt
29. November 2023
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