Personalien
Geboren: 02.12.1903 in Oberhausen
Gestorben: 29.06.1963 in Bad Salzuflen
Ordinationen
- 26.08.1928: Unterdiakon
- 14.09.1930: Diakon
- 13.09.1931: Priester
- 07.02.1934: Evangelist
- 14.12.1938: Bezirksevangelist
- 17.12.1939: Bezirksältester
- 26.05.1946: Bischof durch Bezirksapostel Peter Kuhlen
- 03.10.1948: Apostel durch Stammapostel Johann Gottfried Bischoff
Amtsbeendigung
- 23.01.1955: Amtsenthebung und Kirchenausschluss durch Stammapostel Johann Gottfried Bischoff
Arbeitsbereich als Bezirksvorsteher
-
17.12.1939 - 27.10.1946 Bezirk Duisburg-Ruhrort
Arbeitsbereich
Aus seinem Leben
S. Dehmel wurde in eine neuapostolische Familie hineingeboren. Am 12. Dezember 1903 wurde S. Dehmel von Apostel Niehaus getauft und versiegelt. Der Vater war stets kränklich und demzufolge gab es für die Familie oft schwere Zeiten zu durchleben. So machte S. Dehmel schon früh Botengänge für Geschäfte und nahm während der Schulferien leichtere Arbeiten an, um die Familie zu unterstützen. Während des Ersten Weltkrieges wurde der Vater einberufen, starb in Frankreich infolge einer Verwundung im Jahr 1917. Nachdem er mit 13,5 Jahren die Schule verlassen hatte, um seine Mutter besser unterstützen zu können, nahm er zunächst eine Tätigkeit als Laufbursche an. Als sein Chef vom Tod des Vaters hörte, übernahm er ihn als Auszubildender in eine kaufmännische Lehre. Ursprünglich wäre S. Dehmel gerne Handwerker geworden. Seine Konfirmation feierte er am 28. April 1918. Die Mutter schaffte es irgendwie, Siegfried und seine vier jüngeren Geschwister durch die schweren Jahre hindurchzubringen. Trotz großer Armut werde er nie die wundervolle Zeit seiner Kindheit und Jugend vergessen, da die Familie über einen großen Zusammenhalt und viel Liebe verfügte.
Am 24. Dezember 1925 heiratete er in Oberhausen standesamtlich, am 25. Dezember 1925 kirchlich. Das Paar kannte sich von frühester Kindheit an. Die Ehe wurde mit einer Tochter (geb. 1931) und einem Sohn (geb. 1934) gesegnet.
Schon als Unterdiakon betreute er die Oberhausener Jugend, ab 14. Dezember 1938 war er als Vorsteher der Gemeinden Mülheim-Ruhr und Heißen tätig, am 17. Dezember 1939 wurde ihm der Bezirk Duisburg-Ruhrort anvertraut.
Beruflich war er als Geschäftsführer einer Bäckerei-Einkaufsgenossenschaft tätig, das ersparte ihm auch den Militärdienst während des Zweiten Weltkriegs. Ab 1945 war er dann ausschließlich für die Kirche tätig.
Am 23. Januar 1955 wurde er mit P. Kuhlen und E. F. Dunkmann des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Am Tag darauf war er Mitbegründer der Apostolischen Gemeinschaft, wo er bis zu seinem Tod als Apostel tätig war.
Er verstarb überraschend während einer Kur. Die Trauerfeier führte Apostel Peter Kuhlen (Apostolische Gemeinschaft) mit dem Wort aus Matthäus 10, 38.39 auf dem Friedhof Oberhausen-West durch.
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