Gemeindedaten
- Bezirk: Frankfurt
- Gemeindegründung: 1921
- Kirchweihe: 02. September 1958
- Anschrift: Großer Hasenpfad 40, 60598 Frankfurt/M.
- 24.10.1990 Integration Gemeinde Frankfurt Niederrad und Frankfurt-Oberradn
- Gemeindestatus: Aktiv
Kurzchronik Gemeinde Frankfurt-Sachsenheim (Stand 1993)
Die Anfänge der Gemeinde
Die um das Jahr 1920 im südlichen Teil Frankfurts wohnenden Gotteskinder besuchten damals die Gottesdienste in der Moltkeallee. Um ihnen den Weg zu verkürzen, bemühte sich der Bezirksälteste Schall (späterer Apostel) in Sachsenhausen um eine Versammlungsstätte. Im Frühjahr 1921 fand der erste Gottesdienst für die Gemeinde Frankfurt-Sachsenhausen im Kino "Harmonie" in der Darmstädter Landstraße statt.
Die Entwicklung der Gemeinde
Da sich nach kurzer Zeit die Räumlichkeiten im Kino als ungeeignet erwiesen, wurde ein Saal in der Frankensteiner-Schule angemietet, wo die Gemeinde (30 Seelen) die Gottesdienste ungestört erleben konnte. 1929 bekamen die 23 Geschwister aus dem Stadtteil Oberrad, die bisher der Gemeinde Sachsenhausen angehörten, eine eigene Versammlungsstätte. Dennoch war der Raum in der Schule zu klein geworden, und es wurde für die inzwischen 79 Seelen ein neues Lokal im Hinterhaus Gutzkowstr. 7
angemietet. Im November 1929 weihte Bischof Vorherr sie ein. In den folgenden Jahren, bis 1941, wuchs die Gemeinde auf 138 Seelen. 1943 wurden die Geschwister der Gemeinden Oberrad und Niederrad in der Gemeinde Sachsenhausen aufgenommen, da durch Kriegseinwirkung in den dortigen Bezirken keine Gottesdienste mehr möglich waren. Als im Jahr 1944 der Versammlungsraum beschlagnahmt wurde, fanden die Gottesdienste in 2 Gruppen in der Wohnung der Geschwister Langenstedt, ebenfalls Gutzkowstr. 7, statt. Die Gemeinde zählte in dieser Zeit 118 Seelen. 1945, nach Kriegsende, wurde die Versammlungsstätte im Hinterhaus für die Gottesdienste wieder hergerichtet. Im
März 1948 konnten sich die 36 Geschwister der Gemeinde Niederrad wieder in einem eigenen Lokal versammeln. Die 42 Geschwister aus Oberrad folgten 1951 nach und bezogen einen Versammlungsraum in Oberrad. 1953 begann man nach neuen Räumen zu suchen, da zur Gemeinde inzwischen 182 Seelen gehörten und das Hinterhaus zu klein war. Die Aula der Freiherr-von-Stein-Schule wurde angemietet. 1957, die Gemeinde zählte nun 251 Geschwister, teilte die Schulleitung mit,daß Umbaumaßnahmen geplant seien und man eine andere Versammlungsstätte suchen solle. Daraufhin wurde das Grundstück im "Großen Hasenpfad 38-40" für den Bau eines Gotteshauses erworben. Am 3.9.1958 weihte Bezirksapostel Rockenfelder die neue Kapelle. Am 12.10.1958 diente dann
Stammapostel Bischoff in diesem Haus zum ersten Mal der Gemeinde Sachsenhausen. Im Jahre 1973 wurde die Kirche renoviert. Die Gottesdienste wurden in dieser Zeit wieder in der Schulaula gehalten. Im Jahr 1990 wurden die Gemeinden Oberrad und Niederrad durch Zusammenlegung der Gemeinde Sachsenhausen angegliedert. Am 24.10.1990 erlebten die 219 Geschwister der drei Gemeinden denersten gemeinsamen Gottesdienst, in dem Apostel Wend diente.
Vorsteher der Gemeinde
von 1921 bis 1928 Hirte Glück, Priester Semmler, Evangelist Barthel
1929 - 1933 Priester Busch 1933 - 1934
1933 - 1934 Priester Appel
1934 - 1955 Bezirksevangelist Ankenbrand
1955 - 1967 Evangelist Helm
1967 - 1972 Evangelist G. Lorenz (später Bezirksältester)
1972 - 1990 Evangelist G. Weiler (später Hirte)
seit August 1990 Evangelist P. Roß (später Hirte)
Stand der Gemeinde Ende 1993
Am 31.12.1993 wurden die 229 Geschwister (davon 17 Kinder) der Gemeinde Frankfurt-
Sachsenhausen von 1 Hirten, 6 Priestern, 3 Diakonen und 1 Unterdiakon bedient.
Stand Dezember 1993
* * *
Gemeindevorsteher
22.11.1968-26.11.1973 EvangelistGünter Lorenz (*25,041929-+26.09.2024)
ONLINE-Chronik der Gemeinde Frankfurt-Sachsenhausen
Sachsenhausen ist die erste und heute einzige Gemeinde auf der südlichen Mainseite von Frankfurt gelegen: "Dribbdebach", wie die korrekte Bezeichnung im Frankfurter Dialekt lautet.
Gottesdienste im Lichtspielhaus ↑
Die ersten Gottesdienste südlich des Mains fanden 1921 in einer Filmbühne statt, dem "Lichtspielhaus Harmonie“, einem Kino am Lokalbahnhof, das heute noch existiert. Im selben Jahr noch wurde die Gemeinde Sachsenhausen gegründet, damals unter der Bezeichnung Frankfurt-Süd, und ein Saal in der Frankensteiner Schule, Willemer Straße 10, angemietet, in dem regelmäßig Gottesdienste stattfanden. 1923 - damals zählte Frankfurt am Main noch zur Provinz Preußen - wurde die Gemeinde ins Vereinsregister der Neuapostolischen Gemeinden in Preußen, Verwaltungsbezirk Frankfurt am Main, eingetragen; Vorsteher war Otto Barthel.
Von der Gutzkowstraße in die Aula ↑
Ab 1929 versammelte sich die Gemeinde F-Süd in einem Hinterhaus in der Gutzkowstraße 7. Für die Glaubensgeschwister aus F-Oberrad mietete man einen Versammlungsraum in ihrem Stadtteil an und gründete 1929 die selbstständige Gemeinde Oberrad. Als der Saal in der Gutzkowstraße 1944 beschlagnahmt wurde, stellten die Geschwister Langenstedt, die im selben Haus wohnten, ihre Wohnung zur Verfügung. Da diese zu klein war, um allen Gottesdienstbesuchern Platz zu bieten, teilte man die Gemeinde in zwei Gruppen auf, für die zeitlich versetzt Gottesdienst gehalten wurde. In den Jahren 1943/44 kamen auch die Geschwister aus Oberrad und Niederrad, deren Versammlungsstätten zerstört worden waren, zu den Gottesdiensten nach Sachsenhausen. Nach dem Krieg wuchs die Mitgliederzahl der Gemeinde stark an, sodass man 1952 die große Aula der Freiherr-vom Stein-Schule anmietete. Hier verfügte die Gemeinde zum ersten Mal über angemessene Räumlichkeiten; der festliche Saal mit großer Pfeifenorgel bot einen würdigen Rahmen für die Gottesdienste. Im Gedächtnis der alten Sachsenhäuser Glaubensgeschwister ist "die Aula" bis heute mit nostalgischen Erinnerungen verknüpft.
Eine Kirche wird gebaut ↑
1956 beschloss die Kirchenleitung den Bau einer eigenen Kirche, für die man ein Grundstück am damals noch kaum bebauten Großen Hasenpfad fand. Am 2. September 1958 weihte Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder das Gotteshaus am Großen Hasenpfad 38-40, das für 200 000 DM errichtet wurde.
Die Zeit mit Stammapostel Bischoff ↑
Die 1950er Jahre waren für die Frankfurter Gemeinden durch die räumliche Nähe zum Stammapostel geprägt, der in Frankfurt seinen Wohn- und Amtssitz hatte und häufig die Gemeinden besuchte, auch die Gemeinde Süd. Elf Mal hielt Stammapostel Johann Gottfried Bischoff Gottesdienst in der Gemeinde, auch in der neuen Kirche, wenige Wochen nach der Weihe am 4. Dezember 1958 und ein weiteres Mal im Januar 1960. Auch Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder kam bis die 1970er Jahre jährlich in der Regel zweimal zum Gottesdienst nach Sachsenhausen.
Aus "Süd" wird Sachsenhausen ↑
Anlässlich der Neugründung des Frankfurter Ältestenbezirks 1983 wurde die Gemeinde Frankurt-Süd in Frankfurt-Sachsenhausen umbenannt. Bedingt durch eine starke Überalterung und den Wegzug vieler Familien war die Gemeinde inzwischen auf weniger als 100 Mitglieder geschrumpft. Im Zuge der Neustrukturierung der Frankfurter Stadtgemeinden wurden 1990 die Gemeinden F-Niederrad und F-Oberrad - das Bild zeigt die Oberräder Amtsträger im Jahr 1978 - aufgelöst und mit der Gemeinde Sachsenhausen vereint. Den ersten gemeinsamen Gottesdienst hielt am 24. Oktober 1990 Apostel Hagen Wend. Im Jahr der Gemeindefusion waren in Sachsenhausen 87, in Oberrad 75 und in Niederrad 64 Mitglieder im Kirchenbuch eingetragen.
Abriss und Neubau der Kirche ↑
In den 1990er Jahren stellte sich Frage nach der Zukunft der Sachsenhäuser Kirche: Über die Jahre hatte sich ein erheblicher Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf angestaut, sodass angesichts der schlechten Bausubstanz eine Sanierung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht in Frage kam. Auch die fehlende architektonische Qualität und ein im Blick auf die Gemeindegröße überdimensioniertes Bauvolumen sprachen für einen Abriss des Altbaus und einen Neubau am selben Standort. 2007 wurde die Planung für die Errichtung eines Wohnkomplexes mit angegliederter Kirche vorgestellt und im Dialog mit der Gemeinde zur Baureife weiterentwickelt. 2010 begann der Abriss des Altbaus, an dessen Stelle ein Wohnhaus mit Eigentumswohnungen errichtet wurde. An das Wohngebäude schließt sich östlich zur Straßenseite
der elliptische Kirchenbau an. Den Gottesdienst zur Weihe der neuen Kirche, die im Kirchenschiff 95 Besuchern Platz bietet, hielt am 15. Juni 2011 Bezirksapostel Bernd Koberstein. 2018 zählte die Gemeinde rund 200 Mitglieder.
15. Juni 2011 - Kirche in Sachsenhausen eingeweiht
Nach gut zwei Jahren Bauzeit konnte Bezirksapostel Bernd Koberstein am Mittwoch, 15. Juni 2011, die neue Kirche in Frankfurt-Sachsenhausen einweihen. Grundlage für den Weihegottesdienst war das Grußwort des Stammapostels: „ Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN! “ (Jesaja 2,5).
Gemeinden Frankfurt-Niederrad und Frankfurt-Oberrad
Gemeindevorsteher
22.121.1968-26.11.1973 Evangelist Günter Lorenz
30. April 2017
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.