Gemeindedaten
- Bezirk: Bielefeld
- Gemeindegründung: 23. September 1932
- Dorfstraße 5, 33739 Bielefeld-Jöllenbeck
- Kirchweihe: 6. Juni 1973 durch Apostel Hermann Engelauf
- Raum in der Westerfeld-Schule, Jöllenbeck
- Kirchweihe: 9. August 1953 durch Bezirksevangelist Engelauf
- Integration der Gemeinde Bielefeld-Theesen: 25. Dezember 1994
- Fusion mit der Gemeinde Bielefeld-Gellershagen zur Gemeinde Bielefeld-Nord am Standort Bielefeld-Jöllenbeck: 23. September 2012
- Gemeindestatus: geschlossen
Kurzchronik
Ab 1932 wurden auch im Hause der Familie Tiemann in Jöllenbeck, Achterkamp 6, sonntagvormittags Gottesdienste gefeiert.
1953 wurde für die Gemeinde Jöllenbeck in der Westerfeld-Schule ein Klassenraum für Gottesdienste am Sonntagvormittag und Donnerstagabend angemietet. Bezirksevangelist Engelauf (Vater des Bezirksapostels Hermann Engelauf) weihte die Stätte am 9. August 1953 ein.
Am 2. Juni 1956 wurde der Vorsteher Karl Walkenhorst in den Ruhestand gesetzt. Sein Nachfolger als Vorsteher für die Gemeinden Theesen und Jöllenbeck wurde Priester Paul Krogoll..
Im Dezember 1962 erhielt die Gemeinde Jöllenbeck mit Priester Werner Boine ihren eigenen Vorsteher. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gemeinde 48 Geschwister. Die Ämterstunden, Jugendstunden und Kindergottesdienste wurden gemeinsam mit den Gemeinden Theesen und Jöllenbeck abgehalten.
Da sich im Stadtteil Gellershagen in den 1960er-Jahren viele Geschwister angesiedelt hatten, regte sich der Gedanke, dort eine Kirche für eine neue Gemeinde zu bauen. Nach dem Namen dieses Stadtteils wurde auch die Gemeinde benannt.
Am 15. Dezember 1965 weihte Apostel Wilhelm Knaupmeier die neu erbaute Kirche ein. Priester Hans Diekmann aus der Nachbargemeinde Bielefeld-Mitte erhielt das Hirtenamt und bekam die Aufgabe, künftig als Vorsteher zu dienen.
Die Geschwister kamen nun aus unterschiedlichen Gemeinden. Der Standort Bielefeld-Wellensiek, zuvor in angemieteten Räumen, wurde aufgelöst. Ferner kam jeweils ein Teil der Geschwister, die in der näheren Umgebung der neuen Kirche wohnten, so aus Bielefeld-Mitte, Bielefeld-Schildesche und Bielefeld-Theesen. Obwohl aus unterschiedlichen Gemeinden kommend, wuchsen alle schnell zu echten „Gellershagenern“ zusammen, eine große Gemeinde mit vielen Kindern und zahlreichen Jugendlichen.
In den Jahren 1972/73 wurde für die Gemeinde Jöllenbeck ein eigenes Kirchengebäude an der Dorfstraße 5 gebaut, dessen Einweihung am 6. Juni 1973 durch Apostel Hermann Engelauf stattfand.
Zum Zeitpunkt der Einweihung hatte die Gemeinde folgende Amtsbrüder: die Priester Werner Boine (Vorsteher) und Manfred Lohöfener sowie die Diakone Dieter Kleine-Flaßbeck und Horst Schürmann.
Die Verbundenheit zur Gemeinde Bielefeld-Theesen blieb trotz eigenem Kirchenlokal weiter bestehen. Die Gottesdienste am Sonntagnachmittag wurden weiterhin gemeinsam erlebt. Am 1., 3. und 5. Sonntag fand der Nachmittagsgottesdienst in Bielefeld-Theesen und am 2. und 4. Sonntag eines Monats in Bielefeld-Jöllenbeck statt. Jugendzusammenkünfte, Chorproben, Kindergottesdienste, Religions- und Konfirmandenunterrichte wurden ebenfalls gemeinsam abgehalten.
Am 26. April 1981 bekam Priester Dieter Kleine-Flaßbeck die Aufgabe des Vorstehers für die Gemeinde Bielefeld-Theesen. Der bisherige Vorsteher Priester Heinz Brünger war im Alter von 54 Jahren plötzlich verstorben.
1983 wurde durch Bezirksapostel Hermann Engelauf angeordnet, dass an jedem Sonntagnachmittag in Bielefeld-Theesen und Bielefeld-Jöllenbeck Gottesdienste zu zu feiern sind und diese somit nicht mehr gemeinsam stattfinden sollen.
Am 9. Dezember 1984 wurde der Vorsteher der Gemeinde Bielefeld-Jöllenbeck, Priester Werner Boine, aufgrund seines Gesundheitszustandes in den Ruhestand versetzt. Am gleichen Tag erhielt Priester Dieter Kleine-Flaßbeck das Hirtenamt und die Aufgabe des Vorstehers für die Gemeinde Bielefeld-Jöllenbeck. Die Gemeinde Bielefeld-Theesen erhielt als neuen Vorsteher Priester Gerhard Wittler aus der Gemeinde Bielefeld-Gellershagen.
Im Jahre 1988 erfolgte ein Vorsteherwechsel in der Gemeinde Bielefeld-Gellershagen. Hirte Hans Diekmann erreichte die Altersgrenze. Als Nachfolger setzte Bezirksapostel Hermann Engelauf den Evangelisten aus der Gemeinde, Dankward Brinkmann, ein.
Am Weihnachtsmorgen 1994 diente Bezirksapostel Horst Ehlebracht in der Gemeinde Quelle-Steinhagen. Bezirksältester Gaster wurde nach 40-jähriger Amtstätigkeit in den Ruhestand versetzt. Zu seinem Nachfolger ordinierte der Bezirksapostel den Hirten und Vorsteher der Gemeinde Bielefeld-Jöllenbeck Dieter Kleine-Flaßbeck ins Bezirksältestenamt.
Nach dem Gottesdienst teilte der Bezirksapostel in der Sakristei folgendes mit: „Die mehrfachen Bemühungen, für die Gemeinde Theesen ein geeignetes Grundstück für einen Kirchenneubau zu finden, sind gescheitert. Nun möchte ich die Gemeinden Theesen und Jöllenbeck zusammenschließen und Priester Gerhard Wittler wird der neue Vorsteher sein.“
Die Geschwister aus Bielefeld-Theesen wurden telefonisch unterrichtet, da der nächste Gottesdienst am Silvesterabend bereits in Bielefeld-Jöllenbeck stattfand. Bischof Horst Simon führte den Zusammenschluss im künftigen Kirchenlokal in der Dorfstraße 5 durch.
Bezirksältester Dieter Kruse feierte am 4. Januar 1995 einen Abschiedsgottesdienst in Bielefeld-Theesen, wobei er das Kirchengebäude profanierte. Ein wenig Wehmut überschattete die Stunde. Als Schlusslied erklang: „Wer hat uns so verbunden, in diesen schönen Stunden zu einem Geist und Sinn?“
Das Kirchengebäude von Theesen erwarb ein Nachbar zeitnah, der es zu einem Wohnhaus umbaute.
Die Nachricht vom Beginn des bevorstehenden Erweiterungsbaues der Kirche erfreute die Gemeinde. Die Stadt Bielefeld stellte auf Anfrage für die Bauphase Räumlichkeiten in der Realschule Bielefeld-Jöllenbeck zur Verfügung. Am Sonntag, dem 3. Mai 1998, fand der letzte Gottesdienst vor dem Umbau statt und am Montag begannen die Bauarbeiten. Ein neuer, größerer Feierraum wurde angebaut, wobei das alte Gebäude für wechselnde Aktivitäten genutzt werden sollte.
Da die Baumaßnahmen zügig vorangingen, konnte am 11. September Richtfest gefeiert werden. Handwerker, Nachbarn, Vertreter der Stadt, Geistliche der Landeskirchen und Gemeindemitglieder waren geladen und gekommen.
Nach der Fertigstellung erfolgte die Wiedereinweihung am 31. Januar durch den Bezirksältesten Dieter Kruse.
Zum 1. Advent besuchte Apostel Walter Hans Joachim Schorr die Gemeinde Bielefeld-Jöllenbeck. Priester Gerhard Wittler erreichte die Altersgrenze, nach 14 Jahren als Vorsteher der Gemeinde Bielefeld-Jöllenbeck und vorherigen 10 Jahren als Vorsteher der Gemeinde Bielefeld-Theesen. Als Nachfolger wurde Evangelist Dietmar Laybach aus der Gemeinde Bielefeld-Brake beauftragt.
Am 1. und 2. Oktober 2011 feierte die Gemeinde Bielefeld-Jöllenbeck ihr 80-jähriges Bestehen. Am Samstag fand dazu ein Tag der offenen Tür mit vielen musikalischen Vorträgen, reichhaltigem Buffet und abschließender Andacht und am Sonntagmorgen ein Festgottesdienst statt.
Im Laufe der Jahre verkleinerte sich die Gemeinde Bielefeld-Gellershagen zusehends. Zum Teil durch Wegzug und nicht zuletzt durch die demografische Entwicklung. Bezirksapostel Armin Brinkmann traf dann die Entscheidung, dass zum 23. September 2012 die Gemeinde Bielefeld-Gellershagen geschlossen wird. Die Gemeindemitglieder hatten die Wahl, sich für die umliegenden Gemeinden zu entscheiden: Bielefeld-Mitte, Bielefeld-Schildesche und, nach der Zusammenlegung der Gemeinden Bielefeld-Gellershagen und Bielefeld-Jöllenbeck, Bielefeld-Nord. Apostel Walter Hans Joachim Schorr feierte den Fusions-Gottesdienst mit anschließender Profanierung des Kirchengebäudes in Bielefeld-Gellershagen.
Die Gottesdienststätte "Achterkamp", 1932
1. Januar 1932
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